bedeckt München 12°
vgwortpixel

Wegen Virusgefahr:Kreis Ebersberg: Online-Demo gegen rechte Hetze

Demo 'Sicherer Hafen'

Eine Aufnahme von der Demo 'Sicherer Hafen' in Ebersberg Ende September 2019.

(Foto: Photographie Peter Hinz-Rosin)

Ein Bündnis von Organisationen verlegt die für Samstag geplante Kundgebung ins Netz. Schon jetzt können die Teilnehmer Beiträge liefern.

Ansammlungen von Menschen sind momentan verboten, dennoch wird es am Samstag, 21. März, eine Demonstration gegen rechte Hetze geben - im Internet. Die ursprünglich für das Stadtgebiet Ebersberg geplante Demonstration wird in den digitalen Raum verlegt. Den Veranstaltern - ein großes Bündnis an Organisationen und Privatleuten im Landkreis - ist es nach eigenen Angaben "wichtig, vor allem auch in diesen Zeiten, in denen Rechte das Corona-Virus für ihre rechte Hetze missbrauchen und unzählige Menschen in unwürdigen Umständen an den EU-Außengrenzen um ihr Leben fürchten müssen, ein klares Zeichen gegen Rechts zu setzen".

Eine Demo vor Ort wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, heißt es, wenn die Situation sich entspannt hat. "Handeln, jetzt!" ist das Motto bei aller gebotenen Vorsicht. Daher werden am Samstag, 21. März, um zwölf Uhr mittags Statements, Reden und Banner online gehen. "Wir rufen die Bevölkerung auf, auch selbst tätig zu werden. Bastelt Schilder, macht ein Foto oder ein kurzes Video mit eurer Botschaft gegen Rassismus und schickt es uns bei Instagram (@kjrebersberg) oder Facebook (www.facebook.com/kjrebersberg). Sendungen bis zum 21. März um 11.30 Uhr. Oder selbst Botschaften mit den Hashtags #kjrebersberg #21M #AufstehenGegenRassismus #WorldAgainstRacism #wirsindmehr posten. "Fügt angesichts der aktuellen Situation gerne Botschaften wie #RefugeesWelcome #wirhabenplatz hinzu".

Das Bündnis will auf diesem Wege ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, rechten Terror und die AfD sowie für Solidarität, Respekt und eine offene Gesellschaft setzen, "zumal kraftvolle Aktionen nach den rassistischen, antisemitischen, islamfeindlichen und extrem rechten Morden in Hanau, Halle und Kassel sowie angesichts der unmenschlichen Abschottungspolitik gegenüber Geflüchteten an der griechisch-türkischen Grenze dringend notwendig sind." Die Beteiligten: KJR, DGB, Bunt statt braun, AJZ Ebersberg, JiG Grafing, Partnerschaft für Demokratie, Respekt@Poing und Bürger des Landkreises.

© SZ vom 20.03.2020/koei
Markt Schwaben Markt Schwaben: 120 Menschen stehen für Demokratie ein

Gedenkstunde für Hanau-Opfer

Markt Schwaben: 120 Menschen stehen für Demokratie ein

Wie gelingt es, dass 70 Nationalitäten in einem Ort friedlich zusammen leben? Markt Schwabens Kundgebung für die Opfer von Hanau gibt Hinweise.   Von Korbinian Eisenberger

Zur SZ-Startseite