Mit mehr als 56 Prozent der Stimmen brachte Piet Mayr von der CSU bei der Kommunalwahl 2020 die absolute Mehrheit der Zornedinger hinter sich. Er ging damit in seine dritte Amtszeit als Bürgermeister. Vergeblich gegen ihn angetreten waren zwei Größen aus der Lokalpolitik, Bianka Poschenrieder von der SPD und Peter Pernsteiner von der FDP, außerdem eine Newcomerin, Ramona Baumgartner von der Linken.
2026 wollte sich Amtsinhaber Piet Mayr eigentlich aus der Kommunalpolitik zurückziehen, das hatte er bereits angekündigt. Doch nun kandidiert er erneut für den Chefsessel im Rathaus. Und die Chancen, dass der 68-Jährige im Amt bleibt, stehen auf den ersten Blick nicht schlecht: Mayrs Konkurrenz nämlich beschränkt sich auf Melanie Schaffenroth von der FDP und den parteilosen Falk Skeide. Letzterer allerdings wird unterstützt von SPD, Grünen und FWG.
Amtsinhaber Piet Mayr, CSU

Für Piet Mayr, der 2008 erstmals zum Bürgermeister gewählt worden ist, wäre es bereits die vierte Amtszeit. Er wurde bei nur einer Gegenstimme als Kandidaten der CSU nominiert. In seiner Rede blickte Mayr stolz auf das Erreichte zurück, betonte aber auch, dass große Herausforderungen anstünden – ob bei der Geothermie, der Wirtschaftsförderung oder der Digitalisierung der Verwaltung. Der 68-Jährige stammt er aus dem Landkreis Landsberg am Lech, wohnt in Grafing und hat einen Sohn.
Melanie Schaffenroth, FDP

Auch die FDP beteiligt sich am Rennen um das höchste Amt in der Gemeinde Zorneding: Die Freien Demokraten haben Melanie Schaffenroth zu ihrer Bürgermeisterkandidatin nominiert. Sie wird auch auf dem ersten Platz der FDP-Gemeinderatsliste antreten. Die 43-jährige Diplom-Juristin wohnt seit 2017 mit ihrem Mann und zwei Kindern in Pöring und arbeitet als selbstständige Unternehmensberaterin. Derzeit ist Schaffenroth eine von zwei Vorsitzenden des FDP-Ortsverbands und bei den Liberalen Frauen sowie im Verein „Liberaler Mittelstand“ aktiv.
Falk Skeide, parteilos

Falk Skeide will als unabhängiger Kandidat ins Zornedinger Rathaus einziehen: Er bewirbt sich als Parteiloser für das Bürgermeisteramt, wird jedoch unterstützt von Grünen, SPD und FWG. Skeide ist in Zorneding kein Unbekannter: Mit originellen Aktionen hat er den Kampf gegen Plastikmüll aufgenommen. Unter anderem hat der „Plastikmüll-Pirat“, wie er sich selbst nennt, bei mehreren Motorradtouren durch Europa auf das Thema aufmerksam gemacht. Zudem gehört er zu den Initiatoren des Zornedinger Unverpackt-Ladens. 2020 kandidierte er als Parteiloser auf der Liste der Freien Wähler. Beruflich ist der 50-jährige Vater eines Kindes nach eigenen Angaben als Sachverständiger, Coach, Trainer und Mediator tätig.

