Bei der Kommunalwahl 2020 konnten sich die Ebersberger noch zwischen fünf Kandidaten fürs Bürgermeisteramt entscheiden. Damals ging es um die Nachfolge von Walter Brilmayer (CSU), der nach 26 Jahren im Amt nicht nochmals kandidierte. In einer Stichwahl setzte sich dann der parteilose SPD-Bewerber Ulrich Proske klar gegen seinen Konkurrenten von der CSU, Alexander Gressierer, durch.
Diesmal jedoch ist das Kandidatenfeld in der Kreisstadt weit übersichtlicher. Bei der Bürgermeisterwahl am 8. März stehen nur zwei Namen auf dem Stimmzettel: Amtsinhaber Proske und Josef Peis von der Wählergruppe Pro Ebersberg. Peis wird außerdem unterstützt von der CSU, die diesmal keinen eigenen Bewerber ins Rennen schickt.
Amtsinhaber Ulrich Proske, parteilos für die SPD

Schon vor seiner Bürgermeisterzeit kannten die meisten Ebersbergerinnen und Ebersberger Ulrich Proske: Er war nicht nur seit 2002 Wassermeister der Stadt Ebersberg, sondern auch 23 Jahre lang Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in der Kreisstadt. Seit 2016 ist er Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion, nachdem ihn bei der Kommunalwahl 2014 sein persönliches Stimmenergebnis von Platz 34 auf Platz 12 befördert hatte. Als Ebersberger Bürgermeister hat der 54-Jährige nun seine erste Amtszeit hinter sich und erneut seinen Ring in den Hut geworfen. Von der SPD wurde seine Kandidatur einstimmig bestätigt.
Josef Peis, Pro Ebersberg

Auch Josef Peis hatte 2020 mit seiner damals neuen Gruppierung Pro Ebersberg schon den Sprung ins Rathaus versucht – doch es reichte nur für Platz vier. Ebersberger Bürgermeister ist Peis mittlerweile trotzdem, wenn auch bisher nur der dritte: Im Mai wurde er als Nachfolger von Lakhena Leng von den Grünen gewählt, die das Amt abgab. Jetzt bewirbt sich der Fraktionschef von Pro Ebersberg erneut um das Amt des Rathauschefs – und zwar mit Unterstützung der CSU. Der 52-Jährige ist verheiratet, Vater dreier Kinder und Geschäftsführer des Diözesanrats im Bistum München-Freising.

