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Kommunalunternehmen Markt Schwaben:Trinkwasser wird günstiger

KUMS-Kunden profitieren von Steuersenkung

Seit Anfang Juli gilt deutschlandweit die befristete Absenkung des allgemeinen und ermäßigten Umsatzsteuersatzes. Das betrifft auch die Trinkwassergebühren, die vorübergehend statt mit sieben Prozent lediglich mit fünf Prozent Umsatzsteuer belastet werden. Für die Kunden des Kommunalunternehmens Markt Schwaben (KUMS) bedeutet das zunächst rein organisatorisch keine Veränderung, denn wie das Unternehmen in einer Pressemeldung schreibt, muss jetzt nichts veranlasst werden, auch eine Zwischenablesung ist nicht erforderlich. Dank einer ergänzenden Regelung für die Trinkwasserversorgung gelte nämlich für den gesamten Jahresverbrauch 2020 der niedrigere Steuersatz von fünf Prozent, wenn die Ablesung der abgerechneten Leistung in der zweiten Jahreshälfte 2020 erfolgt. Die Verbrauchsablesung zum 31. Dezember - wie jedes Jahr - erfülle dieses Kriterium. Wichtig ist laut KUMS, dass die Ablesung möglichst auch tatsächlich zu diesem Datum erfolgt. In Sonderfällen, wie Zu- oder Wegzügen, gelten allerdings die tatsächlichen Ablesetermine für den anzusetzenden Steuersatz.

Aktuell wurden die Abschlagszahlungen fällig. Da es sich hierbei um pauschale Vorschüsse handelt, werden diese Zahlungen mit dem Betrag komplett auf die Endabrechnung des Jahresgebührenbescheides für 2020 angerechnet. "Eine Anpassung der Höhe des Zahlungsbetrags ist daher nicht erforderlich. Es geht insoweit nichts verloren", schreibt das Kommunalunternehmen. Aufgrund des ganzjährigen Abrechnungszeitraums bei der kommunalen Wärmeversorgung in Markt Schwaben sinkt zudem der Steuersatz bei Wärmekunden um drei Prozent, also statt 19 nur 16 Prozent. Der nun vollständig besetzte Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens Markt Schwaben und KUMS-Vorstand Bernhard Wagner wollen auch diesen Effekt in ihren geplanten Strategieworkshop einbeziehen, heißt es.

Die monatlichen Abschlagszahlungen bleiben unverändert. Wie üblich wird laut KUMS wieder Anfang nächsten Jahres die Ablesung erfolgen. Dazu Vorstand Bernhard Wagner: "Gerade als kommunales Unternehmen haben wir den Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger im Blick. Deshalb geben wir unseren Wärmekunden natürlich die Reduktion der Mehrwertsteuer weiter."

© SZ vom 08.07.2020 / SZ

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