Süddeutsche Zeitung

Kirchseeon:Schleppender Absatz

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In der Marktgemeinde ist die Nachfrage nach FFP2-Masken eher gering

Von Andreas Junkmann, Kirchseeon

Wie viele andere Gemeinden im Landkreis Ebersberg verteilt auch der Markt Kirchseeon seit einiger Zeit FFP2-Masken an bedürftige Bürgerinnen und Bürger. Die Nachfrage nach dem medizinischen Mundschutz hält sich bislang aber offenbar in Grenzen. Die Vergabe laufe eher schleppend, sagte Bürgermeister Jan Paeplow (CSU) in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates. Der Rathauschef führt das jedoch nicht auf mangelnden Bedarf zurück, sondern eher darauf, dass die Bürger von dem Angebot gar nichts wissen. Masken jedenfalls hat der Markt genug, 2000 Stück seien vom Freistaat an Kirchseeon zugewiesen worden. Abgeholt werden kann der Mundschutz zwischen 8 und 12 Uhr im Vorraum des Hallenbades neben dem Rathaus.

Einen Anspruch auf einmalig sechs Schutzmasken haben Kirchseeoner über 60 Jahren und Bürgerinnen und Bürger, die zur Risikogruppe gehören. Dafür ist eine Eigenbeteiligung von zwei Euro fällig. Außerdem stellt der Markt Masken für pflegende Angehörige und Sozialhilfeempfänger zur Verfügung. Darüber hinaus bekommt das Schlaraffenland der Nachbarschaftshilfe Kirchseeon insgesamt 800 Masken. Diese sind nicht Teil der vom Freistaat gelieferten Charge, sondern werden aus dem Spenden-Sozialfonds der Gemeinde bezahlt, wie Paeplow erklärte.

Mit der Ausgabe der Masken kommt die Gemeinde einem Antrag eines Bürgers zuvor, der ebendies in einem Schreiben gefordert hatte. Dieses enthält ebenso die Bitte, die Verwaltung solle sich mit den Betreibern der örtlichen Seniorenwohn- und Pflegeheime in Verbindung setzen, damit baldmöglichst Schnelltests für das Personal und Mitarbeiter ermöglicht werden. Auch das geschehe bereits, wie Bürgermeister Paeplow sagte. "Wir stehen in engem Austausch mit den Seniorenheimen und bieten immer wieder unsere Hilfe an." Die Hygieneschutzmaßnahmen in den Einrichtungen seien sehr hoch, so der Rathauschef. Wie die Verwaltung in einem Schreiben ergänzt, seien von den Seniorenheimen bislang keine Defizite in Sachen Schnelltests oder Schutzmasken geäußert worden.

Der Markt Kirchseeon verteilt zwischen 8 und 12 Uhr im Vorraum des Hallenbades kostenlose Masken an Sozialhilfeempfänger, pflegende Angehörige und Personen aus der Risikogruppe. Weitere Infos unter (08091) 552-32, 552-41, 552-70, 552-29 oder per E-Mail an soziales@kirchseeon.de

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Quelle:
SZ vom 28.01.2021
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