Eigentlich hätte die Sanierung am Altbau der Kirchseeoner Grund- und Mittelschule bereits in diesem Jahr beginnen sollen. Die Erkrankung eines Verwaltungsmitarbeiters hat das Vorhaben jedoch verzögert, nun aber ist es so weit: Im kommenden Frühjahr sollen die Arbeiten am Gebäude in der Schulgasse starten. Ein entsprechendes Maßnahmenpaket hat der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.
Konkret geht es um Malerarbeiten an der Fassade, die Sanierung der elektrotechnischen Anlage und die Renovierung der Schulräume. Auch sollen die alten Heizungsrohre zurückgebaut, die Heizkörper erneuert und die Waschbecken ausgetauscht werden. Der Awo-Kinderhort, der sich ebenfalls in dem Gebäude befindet, wird auch auf Vordermann gebracht. Hier geht es neben der Raumsanierung vor allem um den Sanitärbereich, der, wie die Gemeinde in der Sitzungsvorlage schreibt, "komplett veraltet und aufgrund dessen mittlerweile hygienisch fragwürdig" sei.
Finanziell wird sich die Belastung für die Gemeindekasse in Grenzen halten - zumindest im Fall der Malerarbeiten. Für diese waren ursprünglich 110 000 Euro im Haushalt eingeplant, nun aber konnte die Maßnahme für knapp 50 000 Euro eingekauft werden. Die ausführende Firma arbeite mit mobilen Hebebühnen und müsse nicht extra ein Gerüst aufbauen. Das spare Geld, wie Bürgermeister Udo Ockel (CSU) erklärte. Für die Sanierung der Innenräume rechnet man mit rund 210 000 Euro. Entsprechende Mittel sollen im Haushalt für nächstes Jahr eingestellt werden.
Während die Vorplanung damit in der Theorie zwar abgeschlossen ist, so ist man doch noch von einem anderen Bauprojekt in der Gemeine abhängig: Die Handwerker können erst anrücken, wenn das neue Kinderhaus am Spannleitenberg bezugsfertig ist. Der Grund ist, dass man Ockel zufolge die dortigen Container braucht, um die Schüler während der Sanierungsmaßnahmen unterzubringen. Diese sollen nämlich im laufenden Schulbetrieb passieren, wodurch man auch bei der Ausschreibung flexibler sei - und vielleicht noch etwas Geld sparen könne.
Unterricht im Container könnte in absehbarer Zeit auch den Eglhartinger Grundschülern drohen, zumindest wenn es nach Gemeinderat Christoph Rothbauer (CSU) geht. Seine Tochter gehe auf diese Schule und er kenne deshalb die Zustände dort: Von den Wänden der Lehrertoilette bröckle der Putz herunter, es gebe keine Schallschutzwände und die EDV-Anlage sei veraltet. "Das sollten wir für den nächsten Haushalt im Hinterkopf behalten", so Rothbauers Forderung.