Schülerinnen über das bayerische Genderverbot:"Den Genderzwang gibt es erst jetzt"

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Seit dem 1. April gilt in Bayern das Genderverbot - bislang als einziges Bundesland in Deutschland. (Foto: Gregor Bauernfeind/dpa)

In Bayern gilt an Schulen, Hochschulen und Behörden seit Kurzem das Genderverbot mit Sonderzeichen. Für Schülerinnen und Schüler hat sich nichts geändert - oder doch? Zwei queere Elftklässlerinnen darüber, was ein Sternchen mit Sichtbarkeit zu tun hat.

Von Johanna Feckl, Kirchseeon

Es ist noch nicht lange her, als Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf dem CDU-Parteitag sagte: "Wir sollten es in ganz Deutschland haben." Er bezog sich damit auf das Genderverbot im öffentlichen Raum, das in Bayern seit bald zwei Monaten in Kraft ist. "Staatlich braucht es ein Genderverbot für Schule, Hochschule und Behörden", so der Ministerpräsident weiter. "Sternchen-Ideologie" nannte er die Sprache mit Gender-Sonderzeichen, die Anhängerinnen und Anhänger der "Woke-Philosophie" verwenden würden.

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