Am Anfang war alles schwer. Die Schultern, die Gefühle, die Gedanken. Nur der Schlaf war leicht. Die Turnhalle erinnerte mich an das Gefängnis, in das man mich einst in Syrien gesteckt hatte. Als ich die Schulturnhalle zum ersten Mal betrat, waren dort überall Leute und Stockbetten. In einem davon sollte mein Platz sein. Ein sehr kleiner Platz. Abends, wenn ich zu schlafen versuchte, weckten mich laute Geräusche. Sofort waren die Bomben und Raketen wieder präsent. Dabei war es nur die S-Bahn nach München.
Hilfe für Geflüchtete"Als ich in diesen Raum kam, war ich gebrochen"
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Der syrische Autor Mohamad Alkhalaf vor der Kirchseeoner Schulturnhalle, wo jetzt wieder Stockbetten als Notunterkunft stehen.
Peter Hinz-RosinSieben Monate lebte unser Autor nach seiner Flucht aus Syrien in der Turnhalle eines Gymnasiums in der Nähe von München. Nun versorgt er dort Menschen aus der Ukraine. Über dunkle Erinnerungen und das, was Hoffnung geben kann.
Von Mohamad Alkhalaf, Kirchseeon
