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Kein Sieger:Ebersberger Landrat wird erstmals in Stichwahl entschieden

CSU-Kandidat Robert Niedergesäß verpasst mit 47,96 Prozent absolute Mehrheit. SPD-Konkurrent Ernst Böhm holt 32,18 Prozent.

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Erstmals müssen die Bürger im Landkreis Ebersberg in einer Stichwahl über ihren Landrat entscheiden. Am Sonntag konnte keiner der vier Kandidaten die notwendige Mehrheit für sich gewinnen. Als stimmenstärkste Bewerber gehen Robert Niedergesäß (CSU) mit 47,96 Prozent und Ernst Böhm (SPD) mit 32,18 Prozent nun in den zweiten Wahlgang am 28. April. Böhm war ein Überraschungskandidat der SPD gewesen: Der 55-jährige Unternehmer war bisher noch nicht in der Kommunalpolitik aktiv gewesen. Der 42-jährige Niedergesäß ist seit elf Jahren Bürgermeister in Vaterstetten. Reinhard Oellerer, der Kandidat der Grünen, erreichte 10,65 Prozent der Stimmen; Toni Ried von den Freien Wählern kam auf 9,22 Prozent. Die Wahl außerhalb des Turnus war aufgrund der schweren Erkrankung des Amtsinhabers Gottlieb Fauth (CSU) notwendig geworden. Bereits in den vergangenen Jahren war der 56-Jährige immer wieder längere Zeit deshalb ausgefallen, dennoch hatte er 2008 erneut kandidiert und noch im Juli 2012 bekräftigt, er wolle bis zum Ende seiner Amtszeit im Frühjahr 2014 durchhalten. Nach einem erneuten Rückfall kündigte Fauth im Herbst aber doch seinen vorzeitigen Rückzug an.

© SZ vom 15.04.2013
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