In der seit Jahren diskutierten Frage, wie sich der Landkreis sowohl ein fünftes Gymnasium als auch eine Berufsschule leisten kann, wartet die CSU/FDP-Kreistagsfraktion kurz vor der Sommerpause mit einer neuen Idee auf: Nur das Poinger Gymnasium soll der Landkreis selbst und auf eigene Kosten bauen lassen, für die Berufsschule in Grafing-Bahnhof sucht man sich einen privaten Investor.
Seit der für den Landkreis vor allem finanziell nicht immer glücklichen Zusammenarbeit mit einem Investor beim Bau des Kirchseeoner Gymnasiums gilt das sogenannte Public-Private-Partnership-Verfahren (PPP) als belastet. Seitens der CSU/FDP-Fraktion verweist man nun aber darauf, dass sich die Berufsschule quasi durch die Gastschulbeiträge refinanziert, der Investor sich also diesmal nicht an den Kreisfinanzen schadlos halten muss.
Im Oktober bestätigt der Kreistag zwar grundsätzlich die Option eines PPP-Modells, ohne sich indes verbindlich darauf festzulegen. Ob dieses am Ende umgesetzt wird, hängt ohnehin nicht zuletzt davon ab, ob sich überhaupt ein privater Finanzier finden lässt.


