Rechtsextremismus einst und jetzt„Schon als Student habe ich Morddrohungen erhalten“

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Der Kabarettist, Autor und „Orienthelfer“ Christian Springer lebt in München, einst die Brutstätte des Nationalsozialismus. Mit einer opulent besetzten Lesung will er zum Nachdenken über Verantwortung anregen.
Der Kabarettist, Autor und „Orienthelfer“ Christian Springer lebt in München, einst die Brutstätte des Nationalsozialismus. Mit einer opulent besetzten Lesung will er zum Nachdenken über Verantwortung anregen. Sina-Maria Schweikle

Wie kam die NSDAP an die Macht – und was lässt sich daraus für die Gegenwart lernen? Der Münchner Kabarettist Christian Springer hat prominente Bühnenmenschen versammelt, um Antworten zu geben. Im Interview erklärt er die Motivation für seine Lesungen.

Interview von Anja Blum

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Die 1920er-Jahre sind nicht heute. Trotzdem könnten sie als „Lehrbuch für das Anwachsen von Unmenschlichkeit“ gesehen werden, sagt Christian Springer. Deshalb hat der Münchner Kabarettist, Autor und „Orienthelfer“ eine ganze Schar prominenter Bühnenmenschen zusammengetrommelt für eine brandaktuelle Lesung aus der deutschen Geschichte: Unter dem Titel „2026 meets 1926“ beleuchtet das Programm das Erstarken des Rechtsextremismus und den Aufstieg der NSDAP vor hundert Jahren. Unter Springers Regie ist eine literarische Collage entstanden aus zeitgenössischen Texten, die hauptsächlich in München spielt, einst Brutstätte des Nationalsozialismus. Zu Gehör kommen Schriftsteller wie Stefan Zweig oder Kurt Tucholsky, Thomas Mann oder Oskar Maria Graf, Zeitzeugen wie Pater Rupert Mayer oder Golo Mann, Passagen aus der Satirezeitschrift „Simplicissimus“, aber auch Zeitungsnotizen und Prozessakten. Zum illustren Team der Lesung gehören unter anderem Udo Wachtveitl, Michaela May, Christian Tramitz, Michael Altinger, Angela Ascher oder Heinz-Josef Braun.

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