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Initiative in Ebersberg:Doppelte Hilfe

Sonderfonds der Bürgerkarte soll Vereine unterstützen

Wer die Bürgerkarte nutzt, kann beim Einkauf Gutes tun: Denn die beteiligten Geschäftsleute fördern bei jedem Einkauf einen gemeinnützigen Verein. In der Corona-Krise sogar noch mehr als sonst: Durch einen Sonderfonds wird die Förderung der Vereine nun auf 3,6 Prozent verdoppelt, wie der Verein "Bürger vermögen viel" nun mitgeteilt hat. Das Prinzip der Bürgerkarte basiert auf dem fairen Miteinander von Wirtschaft und Gemeinwohl. Die Vereine empfehlen den lokalen Handel, und die lokalen Unternehmen unterstützen die Vereine. "Alle Seiten profitieren von einem wachsenden lokalen Umsatz und regionalen Wirtschaftskreisläufen: Bürgerinnen und Bürger, Förderprojekte, Anbieter, die Städte und die Region", heißt es in einer Pressemitteilung.

So funktioniert es: Die Bürgerkarte ist kostenfrei und wird von den teilnehmenden Förderprojekten an ihre Mitglieder verteilt. Jedes Förderprojekt hat seine eigene Bürgerkarte und Fördernummer. Wird beim Bezahlen die Bürgerkarte vorgezeigt, erhält das darauf vermerkte Förderprojekt vom Händler eine Förderung. Für die Bürgerinnen und Bürger fallen keine Kosten an. Zur Verstärkung dieser positiven Effekte ist nun Anfang Mai allen Förderprojekten im Landkreis Ebersberg die Förderung von normalerweise 1,8 auf 3,6 Prozent des Einkaufswertes verdoppelt worden. Die Verdoppelung bezahlt jedoch nicht der Händler, sondern wird aus dem Bürgerkarten-Sonderfonds bezahlt. "Ziel ist es, gemeinsam dafür zu sorgen, dass es im Landkreis Ebersberg schnell wieder so bunt, attraktiv und lebenswert wie vor dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Shutdown wird", heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Bereits mehr als 70 Förderprojekte haben sich im Landkreis Ebersberg schon bei "Bürger vermögen viel" angemeldet und nutzen die Bürgerkarte, ebenso viele Unternehmen machen bereits mit. Die Teilnahme als Bürger erfordert keine Registrierung und keine persönlichen Daten und schützt so die Privatsphäre. Sie funktioniert anonym und wird von den Vereinen und Förderprojekten verteilt. Vereine und Bürgerprojekte können sich kostenfrei als Förderprojekt registrieren. Als Händler und lokales Unternehmen gibt es die Möglichkeit, sich für eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 120 Euro in die Plattform eintragen zu lassen. Nähere Informationen, wie man auf diese Weise Vereine fördern und die Umsätze der örtlichen Händler ankurbeln kann, finden Interessierte auf www.buerger-vermoegen-viel.de.

© SZ vom 22.05.2020 / SZ

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