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Hohenlinden:Plan für die Abtwiese steht

Hohenlinden stimmt dem Konzept für Seniorenwohnungen zu

Die Bauphase kann beginnen: Für die seniorengerechte Wohnanlage im Baugebiet "Abtwiese" hat die beauftragte Architektin Regina Gaigl ihr bisheriges Konzept in der Gemeinderatssitzung vorgestellt. 24 Wohnungen und vier Appartements sollen entstehen. Dem Plan hat der Gemeinderat nun mit großer Mehrheit zugestimmt. "Es wurde sehr nachhaltig geplant", lobte Bürgermeister Ludwig Maurer (ÜWH). Bisher liege man im Zeitplan und hoffe, dass der Eingabeplan für dieses wichtige Vorhaben schnell genehmigt werde. Die Vorarbeiten sollen noch in diesem Jahr starten.

Nach einiger Arbeit in den vergangenen Monaten hatten die Gemeinderatsmitglieder das aktuelle Konzept für das laut Maurer "derzeit allerwichtigste Projekt" Hohenlindens zur Kenntnis genommen - vor allem für die wachsende Zahl der älteren Menschen in der Gemeinde. Der Plan der Architektin sieht Folgendes vor: In den beiden mit Verbindungstrakten verbundenen Häusern "Nord" und "Süd" sollen 24 barrierefrei erreichbare und seniorengerecht gestaltete Wohnungen entstehen. Die Einheiten sollen über die beiden Treppenhäuser in den Gebäuden und durch zwei moderne und großzügig dimensionierte Aufzugsanlagen bequem zu erreichen sein. Die vier weiteren Zimmer sind etwa für übernachtende Angehörige, Gäste oder für privates Pflegepersonal als Appartements konzipiert worden.

Geplant sind zudem in den beiden Häusern zwei Mehrzweckräume, die für Veranstaltungen genutzt werden können. Zudem sei eine schöne Dachterrasse vorgesehen, sagte die Architektin. Geplant ist darüber hinaus viel Platz im Keller für die Haustechnik und eine Tiefgarage mit 28 Stellplätzen, die ebenfalls barrierefrei gestaltet werden sollen, damit Bewohner und Besucher über die Aufzüge zu ihren Wohnungen gelangen können.

"Heute ist ein guter Tag für die Gemeinde, wir haben einen wichtigen Meilenstein erreicht", sagte Thomas Riedl (CSU). Der zweite Bürgermeister würdigte die "hochwertige Planung" und das von der Architektin präsentierte "flexible Konzept", welches nun möglichst schnell realisiert werden solle. "Ich freue mich darüber, dass nun in zentraler Lage und in einer Umgebung, wo man gerne wohnen möchte, die seniorengerechte Wohnanlage entstehen kann", sagte er.

Nicht ganz zufrieden war Josef Neumeier (Bürgerliche). Er fügte an, dass er zwar nichts gegen "das super geplante Bauwerk" habe. Allerdings befürworte er eine konkrete Untersuchung der relevanten Zielgruppe mit einer Fragebogenaktion und durch eine Bedarfserhebung. Dies sei im Hinblick auf die Nutzung - zum Beispiel auf benötigte Pflegeleistungen in der Gemeinde - interessant. Zudem sollte der Gemeinderat auch andere Seniorenresidenzen besichtigen, forderte Neumeier. Die anderen Mitglieder folgten ihm in diesen Punkten mehrheitlich nicht: "Es wurde ein nachhaltiges Konzept erstellt und wir haben mehrmals über die Vorgehensweise mehrheitlich entschieden", betonte Mechtild Maurer (ÜWH).

Zu guter Letzt hat der Gemeinderat mit nur einer Gegenstimme das gemeindliche Einvernehmen für das Konzept erteilt. Nun wird der Bauantrag für die seniorengerechte Wohnanlage dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt. Vor diesem Hintergrund wies Ludwig Maurer darauf hin, dass man in einer späteren Phase noch Details etwa zur künftigen Innenausstattung der beiden geplanten Gebäude diskutieren und entscheinen könne.

Zum aktuellen Stand bezüglich der geplanten Kosten des Prestige-Vorhabens im neuen Baugebiet "Abtwiese" brachte die öffentliche Gemeinderatssitzung allerdings keine konkreten Details hervor: "Wir bekommen eine hochwertige Anlage, die auch ihren Preis hat", lautete die einzige Äußerung des zweiten Bürgermeisters Riedl dazu.