21,1°C – Selbst der Bergfeldsee beugt sich den Temperaturen

Es ist 11 Uhr. Kinder spielen fröhlich im Wasser, ein Mann mit roter Badehose liegt an einer flachen Stelle mit dem Bierbauch nach unten und kühlt sich wie eine Getränkeflasche. Wer sich in diesen Tagen innerlich auf einen Kälteschock vorbereitet, bevor das Bäuchlein im grundwassergespeisten Bergfeldsee in Poing eintaucht, wird enttäuscht. Für einen kurzen Moment fühlt es sich tatsächlich so an, als müsste man sich ein bisschen zusammenreißen.

Doch spätestens nach ein paar Sekunden schwimmen sogar die sonst so empfindlichen Kinder in dem Mini-Baggersee völlig unbeeindruckt umher. Denn aus den frostigen 15,6 Grad, die das Landratsamt Mitte Juli gemessen hat, sind mittlerweile angenehme 21 Grad geworden. Damit ist die Erfahrung eher mit einem etwas zu kühlen Hotelpool zu vergleichen.

Da man Schattenplätze eher mit der Lupe suchen muss, lädt der Badeweiher im Moment auch nicht wirklich zum Verweilen ein. Fazit: Wer sich kurz erfrischen möchte oder schon immer mal den Bergfeldsee ohne Neoprenanzug betreten wollte, ist hier richtig. Für eine längere Flucht vor der Hitze ist der kleine See aber nicht zu empfehlen. Moritz Kasper

Bild: Christian Endt 6. August 2018, 15:482018-08-06 15:48:32 © SZ vom 4./5. August 2018/clli