Auf den ersten Blick liegt die Kuh ganz ruhig im Stall. Doch ihr Bauch hebt und senkt sich rasant und pumpt Luft durch ihre Lungen. Normalerweise atme eine Kuh 20- bis 40-mal pro Minute ein und aus, sagt Wolfgang Müller, Rinderkoordinator der Bayerischen Staatsgüter. Das Tier in seinem Stall in Grub schnauft deutlich schneller. Knapp 36 Grad zeigt das Thermometer an diesem Augustnachmittag. Die steigende Atemfrequenz ist nur eine von vielen Auswirkungen der Hitze, die den Kühen zu schaffen macht, sagt Müller: Sie fressen weniger, werden anfälliger für Krankheiten wie Euterentzündungen. Und der Pansen, der als Antrieb der Verdauung fungiert, könne aus dem Gleichgewicht kommen.
KlimawandelWenn Kühe duschen gehen
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Eine Sprinkleranlage an der Stalldecke versprüht feinen Wassernebel, der die Luft kühlen soll.
Anna-Maria SalmenHitze und Trockenheit setzen Nutz- und Wildtieren gleichermaßen zu. Im Stall helfen Ventilatoren und Wasserduschen, in der freien Natur sind langfristige Lösungen gefragt.
