Besondere HaltungsformEin Schweineleben zwischen Eichen

Die ersten Waldschweine haben es sich auf dem neuen Terrain gemütlich gemacht. Mittelfristig sollen sich 44 Tiere auf der Weide und im Wald tummeln.
Die ersten Waldschweine haben es sich auf dem neuen Terrain gemütlich gemacht. Mittelfristig sollen sich 44 Tiere auf der Weide und im Wald tummeln. (Foto: Renate Schmidt)

In Herrmannsdorf ist ein Teil des Schweinebestands in den Wald umgezogen. Drei bis sechs Monate dürfen die Tiere dort leben, bevor sie geschlachtet werden.

Von Barbara Mooser, Glonn

Viel Platz, frische Luft und Wurzeln, Eicheln, Kräuter und allerlei Getier auf dem Speiseplan: So schaut künftig das Leben der Herrmannsdorfer Waldschweine aus. 28 Tiere haben kürzlich ihr neues Terrain am Rand des Geländes der Landwerkstätten bezogen, später soll die Gruppe auf 44 Tiere anwachsen. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung informiert, eignen sich die Herrmannsdorfer Weideschweine, eine Kreuzung der Rassen Schwäbisch-Hällisch und Pietrain, bestens für das Leben im Freien. Sie leben drei bis sechs Monate draußen und werden im Alter von etwa zwölf Monaten geschlachtet.

Bei der für die Schweine vorgesehene Fläche handelt es sich um insgesamt zweimal 1,5 Hektar Wald. So können sie nach zwei bis drei Jahren die Fläche wechseln. Den Schweinen steht zusätzlich eine Weide von 1,5 beziehungsweise 2,5 Hektar zur Verfügung. Dort befinden sich auch die Hütten, der Futterplatz und das Wasser.  „Die Waldschweine tragen zur Pflege der Landschaft bei und fördern die Artenvielfalt – ein besonders nachhaltiger Aspekt“, so die Herrmannsdorfer Landwerkstätten in ihrer Pressemitteilung.

Tierwohl
:Denkfabrik für eine andere Landwirtschaft

Die Schweisfurth-Stiftung feiert Jubiläum. In den 40 Jahren seit ihrer Gründung hat sie mehr als 1700 Projekte für mehr Tierwohl, eine regionale und ökologische Lebensmittelproduktion und für den Naturschutz gefördert oder selbst umgesetzt.

Von Barbara Mooser

Damit die Schweine im Wald leben dürfen, braucht es einige Investitionen. Das Unternehmen pflanzt einen Hektar neuen Wald als Ausgleich für die Fläche, auf denen die Schweine sind. Sie brauchen einen besonders gesicherten Zaun gegen Wildschweine, zudem Wasser und Strom an der Waldweide; ein Futterpodest, Hütten und die Wasserstelle müssen erneuert werden.

Interessierte können sich – ähnlich wie vor gut zehn Jahren beim Landhuhn-Projekt – an der Finanzierung mit einem Darlehen beteiligen. Informationen dazu gibt es unter herrmannsdorfer.de/waldschweine

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Ebersberger Forst
:Sauerstoff für eine Million Menschen

Der Ebersberger Forst erfüllt als Ökosystem viele wichtige Funktionen: Er speichert CO₂, filtert Schadstoffe aus Luft und Wasser und liefert Holz sowie Raum für Erholung. Zahlen und Fakten über die grüne Lunge des Landkreises.

SZ PlusVon Merlin Wassermann

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: