KirchseeonMachbarkeitsstudie zur Hallenbadsanierung

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Kann die Rettung des Kirchseeoner Hallenbads gelingen? Bevor eine Entscheidung fällt, gibt es nun erst einmal ein Gutachten.
Kann die Rettung des Kirchseeoner Hallenbads gelingen? Bevor eine Entscheidung fällt, gibt es nun erst einmal ein Gutachten. Christian Endt

Die Gemeinderäte in Kirchseeon und Zorneding einigen sich darauf, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Dies soll vor unangenehmen Überraschungen bei den Kosten schützen.

Von Barbara Mooser, Kirchseeon/Zorneding

Seit dem Sommer 2023 ist das Kirchseeoner Hallenbad geschlossen. Zu groß waren die Mängel an der gut 50 Jahre alten Anlage: eine bröckelige Dämmung, undichte Becken, veraltete Technik, mangelhafter Brandschutz – um nur einige Baustellen zu nennen. Ob das Bad jemals wieder aufsperrt, ist immer noch nicht entschieden, immerhin aber ist Kirchseeon auf dem Weg dorthin einen Schritt weiter.

Bereits am Montagabend hat der Marktgemeinderat Kirchseeon beschlossen, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, am Donnerstagabend hat sich der Gemeinderat in Zorneding diesem Vorschlag angeschlossen. Ziel der Studie ist vor allem, unangenehme Überraschungen bei den Kosten der Maßnahme auszuschließen.

Derzeit gehen die Verantwortlichen in Kirchseeon davon aus, dass man wohl um die zwölf Millionen Euro in das Bad investieren müsste, um es auf einen modernen und zukunftsfähigen Stand zu bringen. Etwa diese Summe haben die Nachbarn in Ebersberg gebraucht, um ihr eigenes, ebenfalls 50 Jahre altes Bad wieder fit zu machen.

Auch wenn in Kirchseeon Zuschüsse in Höhe von bis zu vier Millionen Euro fließen könnten, wäre die Sanierung dennoch eine Aufgabe, die die Marktgemeinde kaum allein finanzieren könnte. Schon seit längerem wird daher die Idee diskutiert, die Aufgabe gemeinsam mit der Nachbargemeinde Zorneding anzugehen, wo ebenfalls viele frühere Hallenbad-Nutzer wohnen - unter anderem Schülerinnen und Schüler, die hier Schwimmunterricht erhalten haben.

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Doch es gibt in Zorneding auch skeptische Stimmen, darunter die von Bürgermeister Piet Mayr (CSU): Er fürchtet, dass die Sanierung teurer werden könnte als geplant und sich Zorneding bei einer dauerhaften Beteiligung finanziell überheben könnte, so hat er es auch bei der Bürgerversammlung erklärt.

Am Donnerstag allerdings hat sich die Gruppe derjenigen durchgesetzt, die einem Zweckverband mit Kirchseeon zum Schwimmbad-Erhalt positiv gegenüberstehen: Mehrheitlich hat sich der Gemeinderat entschieden, sich an den Kosten für die Machbarkeitsstudie zu beteiligen.  120 000 bis 160 000 Euro werden dafür in etwa anfallen, davon übernimmt Kirchseeon 70 Prozent, Zorneding 30 Prozent.

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