TrockenheitGrafings Bürgermeister ruft  zum Wassersparen auf

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Noch ist Wasser kein knappes Gut in Grafing. Allerdings könnte sich das ändern, wenn es noch länger heiß und trocken bleibt.
Noch ist Wasser kein knappes Gut in Grafing. Allerdings könnte sich das ändern, wenn es noch länger heiß und trocken bleibt. Symbolbild: Andreas Arnold/dpa

In Grafing ist der Wasserverbrauch momentan überdurchschnittlich hoch – und ein Brunnen ist gerade nicht im Betrieb. Der Bürgermeister hofft deshalb auf mehr Regen und weniger Hitze.

Von Barbara Mooser, Grafing

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Noch ist die Situation in Grafing nicht kritisch, Bürgerinnen und Bürger müssen keine Sorge haben, dass kein Wasser fließt, wenn sie den Hahn aufdrehen. Angespannter als sonst ist die Lage bei der Trinkwasserversorgung aber schon: Wie Bürgermeister Christian Bauer (CSU) erläutert, ist der Wasserverbrauch in Grafing in den Hitzetagen Ende Juni und Anfang Juli stark nach oben gegangen. 30 Prozent über den normalen Werten lag der Verbrauch in Grafing; im landwirtschaftlich geprägten Frauenneuharting, das Grafing mitversorgt, wurde sogar ein Plus von 50 Prozent registriert. Gleichzeitig haben die Grafinger Stadtwerke etwa ein Drittel weniger Wasser zur Verfügung als sonst üblich, weil der Brunnen in Hochholz momentan erneuert wird und somit hier nicht gefördert werden kann. Bauer hofft daher, dass die nächsten Wochen nicht ganz so heiß und trocken werden – und appelliert an die Grafinger, sparsam mit Wasser umzugehen.

„So sollte insbesondere auf das extensive Bewässern von Gärten und Rasenflächen verzichtet werden. Pools und Planschbecken sollten vorerst nicht mehr befüllt werden. Ebenso sollte das Autowaschen ausgesetzt werden“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke.

Grafings Bürgermeister Christian Bauer hofft, dass die nächsten Wochen nicht zu trocken werden.
Grafings Bürgermeister Christian Bauer hofft, dass die nächsten Wochen nicht zu trocken werden. Peter Hinz-Rosin

Nicht nur in Grafing ist die Trinkwasserversorgung momentan ein Thema, auch in der Landeshauptstadt gibt es derzeit fast tägliche Appelle des Oberbürgermeisters, mit Wasser sparsam umzugehen. „Wir haben eine seit den frühen 1970er-Jahren nicht dagewesene Ausnahmesituation“, sagte Dominik Krause (Grüne) kürzlich. Dabei kommt zusammen, dass die vergangenen Monate extrem trocken waren und die heißen Sommertage den Wasserverbrauch stark nach oben getrieben haben. Ausgerechnet in dieser Situation kommt bei Grafing die noch nicht abgeschlossene Brunnensanierung dazu. Fast ausschließlich bezieht die Stadt daher ihr Trinkwasser momentan aus dem Brunnen in Aiterndorf, es gibt zwar noch einen kleineren Brunnen in Oberelkofen, der aber nur einen unwesentlichen Anteil zur Grafinger Wasserversorgung beiträgt.

Zwar sollen die Arbeiten an den Hochholz-Brunnen laut Bürgermeister bald abgeschlossen sein, dennoch blickt Christian Bauer mit gewisser Sorge auf die Situation. „Wenn wir jetzt noch einen Monat mit solcher Wärme haben, wird es wohl kritisch“, sagt er. Nicht nur der sinkende Wasserstand im Brunnen wäre dann problematisch, es bestünde auch die Gefahr, dass dann durch die Pumpen Sand angesaugt wird und dadurch Schäden entstehen. Sollte das Wasser in den eigenen Brunnen tatsächlich knapp werden, sei aber die Wasserversorgung in Grafing durch den Notverbund mit Ebersberg gesichert, unterstreicht Bauer. Die Kreisstadt beziehe ihr Trinkwasser aus dem Forst und habe keinen Mangel.

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Das bestätigt der Ebersberger Bürgermeister Ulrich Proske (parteilos). Gerade erst hätten die zuständigen Fachleute routinemäßig die Vorfeldpegelmessstellen am Rand des Wasserschutzgebietes kontrolliert, der Zufluss sei „absolut im normalen Bereich“. In Ebersberg gebe es also derzeit keinen Anlass, sich über das Trinkwasser Sorgen zu machen – auch wenn Wassersparen natürlich immer wichtig sei, wie Proske unterstreicht. Der Bürgermeister, der früher selbst Wassermeister in Ebersberg war, kann sich allerdings daran erinnern, dass im „Glutsommer 2003“ auch in Ebersberg der Grundwasserpegel um 1,10 bis 1,20 Meter gefallen sei. Anschließend habe es zehn Jahre gedauert, bis sich der Pegel wieder normalisiert habe.

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