In einem Jahrbuch, das in den Neunzigerjahren am Grafinger Gymnasium erschien, schmunzelten Schüler über eine Collage zu verschiedenen Jugendkulturen. Links waren gestylte Schülerinnen unter dem Titel „Schickeria“ abgebildet. Daneben sah man Leute in Nietenlederjacken, Union-Jack-Shirts und mit gepiercten Gesichtern. Darunter stand: „Jigeria“. Die traf sich nach der Schule, spätestens am Abend, im Erdgeschoss des alten Schulhauses in der Rotter Straße 8. Dort hatte die Stadt im Jahr 1986 einige Räume freigeräumt und dem Vorstand der neu gegründeten Jugendinitiative Grafing, kurz JIG, die Schlüssel übergeben. Ausgerechnet zum 40-jährigen Bestehen ist die Zukunft des Jugendtreffs jedoch ungewisser denn je.
Jugendtreff GrafingJubiläum mit Sorgenfalten
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Für Generationen von Grafinger Jugendlichen war das „JIG“ ein zweites Zuhause. Zum 40-jährigen Bestehen ist seine Zukunft ungewiss. Das alte Schulhaus ist seit Jahren größtenteils gesperrt – aus Brandschutzgründen.
Von Thorsten Rienth, Grafing
