Am Grafinger BahnhofFalscher Schaffner legt sich mit Fahrgast und Bundespolizei an

Sieht friedlich und schnuckelig aus: der Filzenexpress von Grafing nach Wasserburg.
Sieht friedlich und schnuckelig aus: der Filzenexpress von Grafing nach Wasserburg. Peter Hinz-Rosin

Ein Mann gibt sich in einem Regionalzug als Fahrkartenkontrolleur aus. Als ein Fahrgast sich weigert, ihm sein Ticket zu zeigen, eskaliert die Situation. Auch die Polizei hat ihre Schwierigkeiten mit ihm.

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Ein 26-jähriger Mann hat sich am Dienstagabend in einem Regionalzug, der in Grafing auf die Abfahrt nach Wasserburg wartete, als Schaffner ausgegeben und versucht, einen 29-jährigen Reisenden zur Fahrscheinkontrolle zu zwingen. Als dieser Zweifel an der Echtheit des angeblichen Schaffners äußerte, eskalierte die Situation.

Laut dem Bericht der Bundespolizei packte ihn der 26-Jährige am Arm und versuchte ihn gewaltsam aus dem Zug zu bringen. Der 29-Jährige stieß den Mann von sich weg und zu Boden. Ein Zeuge ließ über den Lokführer die Polizei alarmieren. Als Beamte der Bundespolizei eintrafen, hatten aber auch diese Schwierigkeiten mit dem 26-jährigen.

Da er über starke Rückenschmerzen klagte, wurde ein Rettungsdienst hinzugezogen. Als die Sanitäter ihn ins Krankenhaus bringen wollten, widersetzt er sich und legte sich vor den Rettungswagen auf den Boden. Einem Polizeibeamten, der sich zu ihm hinunterbeugte, trat er unvermittelt mit dem Fuß ins Gesicht. Daraufhin wurde er gefesselt ins Klinikum Ebersberg gefahren. Während des Transports versuchte er mehrmals zu fliehen und beleidigte und bedrohte die Beamten wiederholt.

Laut dem Ergebnis eines Atemalkoholtests hatte er zwei Promille Alkohol im Blut. Da weiterhin die Gefahr von Fremdgefährdungen bestand, wurde er von der Polizei in die Psychiatrie in Wasserburg eingewiesen. Der Mann war bereits mehrfach wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten.

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