Eishockey in GrafingEHC Klostersee bittet Becherwerfer zur Kasse

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Die Fans des EHC Klostersee haben in der Vergangenheit nicht immer für positive Schlagzeilen gesorgt. Inzwischen ist es aber deutlich ruhiger um die Anhänger des Grafinger Eishockeyvereins geworden.
Die Fans des EHC Klostersee haben in der Vergangenheit nicht immer für positive Schlagzeilen gesorgt. Inzwischen ist es aber deutlich ruhiger um die Anhänger des Grafinger Eishockeyvereins geworden.
Peter Hinz-Rosin

Nach einem Zwischenfall im Spiel gegen den SC Riessersee zieht der Grafinger Eishockeyverein Konsequenzen.

Von Andreas Junkmann, Grafing

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Sportlich läuft es für den Grafinger Eishockeyverein EHC Klostersee noch nicht so ganz rund in dieser Saison. Mit lediglich zwei Punkten aus elf Spielen steht der Oberliga-Aufsteiger derzeit am Tabellenende. Vielleicht hat auch das dazu beigetragen, dass bei einigen Zuschauern im Heimspiel gegen den SC Riessersee die Sicherungen durchgebrannt sind. Bei der 1:4 Niederlage der Bärenstädter Ende Oktober nämlich wurden mehrere Bierbecher vom Fanblock aus auf das Spielfeld geworfen, weshalb der Deutsche Eishockeybund dem EHC eine saftige Geldstrafe aufgebrummt hat. Nun zieht der Verein Konsequenzen und bittet die Störenfriede zur Kasse.

"Das ist nicht das Bild, das wir als Verein abgeben wollen und schadet dem positiven Ruf, den wir uns alle gemeinsam in den letzten Jahren aufgebaut haben", heißt es in einer Stellungnahme auf dem Social-Media-Kanal des EHC. Tatsächlich war der Verein in jüngster Zeit stark darum bemüht, sein Image aufzubessern und familienfreundlicher zu werden. In der Vergangenheit hatten die Grafinger immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, weil sich radikale Anhänger bei Spielen gerne mit den Zuschauern der anderen Mannschaften geprügelt haben. Der Verein hat schließlich darauf reagiert und eine Sicherheitsfirma für die Heimspiele engagiert. Spätestens seit dem Aufstieg in die Oberliga liegt der Fokus beim EHC nun wieder voll und ganz auf dem sportlichen Geschehen.

Der Vereinsvorstand spricht von einer "einmaligen Geschichte"

Dass die jüngsten Ereignisse gegen Riessersee womöglich ein Rückfall in alte Zeiten waren, weist Vereinsvorstand Sascha Kaefer deshalb auch vehement zurück. Es habe sich lediglich um einzelne Zuschauer gehandelt, die sich über den Schiedsrichter aufgeregt hätten. Mit den Hooligans von früher habe der Vorfall nichts zu tun, so Kaefer, der von einer "einmaligen Geschichte" spricht. Diese wird den Becherwerfern nun allerdings teuer zu stehen kommen. Wie der Vorstand sagt, hat man die Verantwortlichen dank Videoüberwachung bereits identifiziert und wird diese für die Verbandsstrafe aufkommen lassen - insgesamt immerhin 750 Euro. Neben der Geldzahlung droht den Tätern auch Stadionverbot, sollte es erneut zu einem solchen Zwischenfall kommen.

Damit treibt der Verein seinen eingeschlagenen Weg weiter voran, konsequent gegen Störer und Randalierer vorzugehen. "Das Grafinger Eisstadion hat sich zu einem sicheren und familienfreundlichen Stadion entwickelt", heißt es auf der Homepage des EHC. Damit die Zuschauer auch weiterhin gerne zu den Heimspielen kommen und ihren Verein beim Kampf um den Klassenerhalt unterstützen, suchen die Bärenstädter ehrenamtliche Verstärkung für ihr Ordner-Team. "Das müssen keine Türsteher sein, sondern einfach Leute, die Spaß an der Freude haben und den Verein unterstützen wollen", sagt Kaefer, der wie viele andere Vorstände darüber klagt, dass sich immer weniger freiwillige Helfer für solche Aufgaben finden würden. Die Ordner seien entsprechend auch nicht für die Sicherheit im Stadion zuständig, sondern vielmehr dafür, einen reibungslosen Spielbetrieb zu gewährleisten. Interessierte sollen sich beim EHC Klostersee melden.

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Von Andreas Junkmann

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