KommunalpolitikBündnis für Grafing löst sich auf

Das Bündnis für Grafing löst sich auf und spendet sein Vereinsvermögen an die Jugendhilfe Grafing. Von links: Himo al Kass (Jugendpfleger), Bürgermeister Christian Bauer, Ursula Bauer, Silvan Rüegg (beide BfG), Martina Bross (Jugendpflege), Yukiko Nave (BfG).
Das Bündnis für Grafing löst sich auf und spendet sein Vereinsvermögen an die Jugendhilfe Grafing. Von links: Himo al Kass (Jugendpfleger), Bürgermeister Christian Bauer, Ursula Bauer, Silvan Rüegg (beide BfG), Martina Bross (Jugendpflege), Yukiko Nave (BfG). privat

Die einstmals umtriebige Stadtratsliste leidet schon seit Jahren an zunehmendem Bedeutungsverlust, jetzt ist offiziell Schluss.

Das politische One-Hit-Wonder Grafings ist Geschichte: Das Bündnis für Grafing (BfG) hat seine offizielle Auflösung bekanntgegeben. Die Gruppierung hatte sich 2011 von der Grünen-Fraktion im Stadtrat abgespalten, 2014 war ihr der eigenständige Einzug in den Stadtrat gelungen, den sie anfangs auch durchaus aufzumischen verstand. Aber im Laufe der Jahre wurde es für das Bündnis immer schwieriger, Akzente zu setzen, 2020 trat es nicht mehr zur Wahl an, einige ihrer prominenteren Mitglieder sind zuletzt gar nicht mehr in Erscheinung getreten.

Die Geschichte des BfG begann im September 2011 mit dem Austritt von Marlene Ottinger und ihrem Ehemann Heinz Fröhlich aus Partei und Fraktion der Grünen. Bei der Kommunalwahl 2014 holte das Bündnis mit Fröhlich als Bürgermeisterkandidat 20,37 Prozent. Parallel dazu engagierte sich das Paar auch bei der Linkspartei. Für diese kandidierte Fröhlich 2018 erfolglos für den Landtag, Ottinger 2020 erfolgreich für den Ebersberger Kreistag.

Wie die letzten Vorstandsmitglieder des BfG, Yukiko Nave, Ursula Bauer und Silvan Rüegg, mitteilen, kommt das restliche Vermögen des Vereins der Jugendpflege Grafing für politische Bildung zugute. Damit wolle man sich bei Martina Bross und Himo al Kass (Jugendpflege Grafing) für die gute und wichtige Arbeit mit den Grafinger Jugendlichen bedanken.

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