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Glasfaserausbau:Kaum Interesse an schnellem Internet in Vaterstetten

Nur vier Prozent schließen Verträge für den Breitbandausbau ab. 40 Prozent hätten es sein müssen, um zügig loslegen zu können

Es ist oft einmal die Rede davon, dass Ziele "krachend verfehlt" worden seien - nach Wahlen beispielsweise. Diese Worte könnte man auch wählen, wenn es um den Glasfaseranschluss in Vaterstetten geht. Gerade einmal vier Prozent der Vaterstettener unterschrieben entsprechende Verträge mit dem Anbieter "Echtschnell" - 40 Prozent hätten es sein müssen, um zügig mit dem Ausbau loslegen zu können. "Ich finde das sehr deprimierend", sagte Zweiter Bürgermeister Martin Wagner (CSU) am Donnerstag in der Sitzung des Gemeinderats, wo er eine entsprechende Information des Anbieters vorlas. Damit sei Vaterstetten nun die einzige Gemeinde, die über kein Breitband verfüge.

Dennoch soll das Thema in der Großgemeinde nun noch nicht abschließend vom Tisch sein: Die Firma will nochmals für das Angebot werben und den Vaterstettenern weiter die Möglichkeit eröffnen, Verträge abzuschließen. Details sollen noch bekannt gegeben werden, Bürgermeister Georg Reitsberger (FW) sagte, er halte einen Zeitraum bis Weihnachten für einer erneute Akquise für sinnvoll. Wagner sprach in der Sitzung auch einen Personenkreis an, der bei den Vertragsabschlüssen mit gutem Beispiel vorangehen könnte, nämlich die Gemeinderäte. Nur zwei von ihnen hätten beim ersten Anlauf Verträge abgeschlossen, kritisierte Wagner. Nun müssten die Kommunalpolitiker Multiplikatoren sein und für das Projekt werben, sagte er.

Reitsberger unterstrich aber auch, dass der Zeitpunkt für die Akquise - nämlich in den Sommerferien - schlecht gewählt worden sei: "Das war äußerst ungünstig." In der Vergangenheit war auch kritisiert worden, dass die Firma kaum auf das Projekt aufmerksam gemacht habe.