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Demo für Umweltschutz:"Fridays for Future" kommen nach Grafing

Vorbereitungen für die erste "Fridays for Future" Demonstration in Grafing

Das Organisationsteam um Initiatorin Miriam Boehlke (vorne, Zweite von links) hofft auf viele Mitstreiter.

(Foto: Valentin Winhart/oh)

Am 3. Mai ist ein Demonstrationszug durch die Stadt geplant - zu einer ungewöhnlichen Uhrzeit.

Bisher sind die Grafinger Jugendlichen, die bei den "Fridays for Future" Flagge für den Klimaschutz zeigen wollten, nach München gefahren, um mit Gleichgesinnten zu demonstrieren. Jetzt aber wollen die jungen Leute auch in Grafing zur Demonstration aufrufen: Am Freitag, 3. Mai, findet zum ersten Mal hier eine Kundgebung statt. "Wir streiken, weil uns unsere Welt am Herzen liegt und die Uhr tickt", heißt es in der Ankündigung des Organisationsteams dazu.

Eine der Initiatorinnen ist Miriam Boehlke, die früher selbst das Grafinger Gymnasium besucht hat und inzwischen in Brandenburg nachhaltige Unternehmensführung studiert. Momentan ist die 27-Jährige allerdings gerade wieder in Grafing und beschäftigt sich auch wissenschaftlich mit dem Thema: Sie schreibt ihre Masterarbeit darüber, wie es gelingen kann, junge Leute für etwas zu motivieren. Mit im Boot sind bereits einige Grafinger Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, auch über den Kreisjugendring hat das Organisationsteam junge Leute über die Pläne informiert. "Wir sind gerade dabei, noch andere Schulen einzubinden", sagt Miriam Boehlke, auch außerhalb Grafings wolle man für die Demonstration werben.

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Anders als in anderen Städten, wo sich die Schülerinnen und Schüler bereits am Freitagvormittag zum Demonstrieren treffen - und gerade deshalb kontroverse Reaktionen auslösen -, wird die Kundgebung in Grafing erst nach Schulschluss um 13 Uhr beginnen. Das hat laut Miriam Boehlke einen guten Grund: "An dem Tag wird Abitur geschrieben und wir wollen nicht die Teilnehmer stören."

Treffen um 13 Uhr im Stadtpark

Deshalb treffen sich die Teilnehmer der Demonstration zunächst um 13 Uhr im Stadtpark, um mit Reden und Musik auf das Thema einzustimmen. Danach ziehen die jungen Leute zum Marktplatz und schließlich am Gymnasium vorbei wieder zum Stadtpark. Beim Landratsamt und der Polizei hat Miriam Boehlke die Demonstration bereits angemeldet - wie viele sich anschließen werden, kann sie aber selbst schlecht einschätzen, wie sie sagt.

Gewisse Aufmerksamkeit erhofft sie sich aber allein dadurch, dass an diesem Freitag auch die Regionalmesse EGA auf dem Grafinger Volksfestplatz eröffnet wird, bei der sich Unternehmen aus dem Landkreis präsentieren und viele Besucher erwartet werden. "Das ist ein perfektes Umfeld, um auf das Thema aufmerksam zu machen", sagt die Studentin. "Mit der Demonstration soll auch ein Zeichen gegenüber den ansässigen Unternehmen gesetzt werden: Die Demonstrantinnen und Demonstranten stehen für einen aktiveren Umweltschutz auf und fordern ein nachhaltigeres Wirtschaften der lokalen Unternehmen", heißt es in einer Pressemitteilung des Organisationsgremiums.

Ob die "Fridays for Future" in Grafing zu einem regelmäßigen Termin werden wie in anderen Städten, lässt Miriam Boehlke zunächst noch offen: "Das kommt darauf an, wie die Aktion bei den Leuten ankommt und wie viele Menschen Lust haben, das auch weiterhin zu organisieren." Nachwirkungen soll das Engagement der jungen Leute aber auf jeden Fall haben. Einige von ihnen haben sich bereits damit auseinandergesetzt, wie man die Ziele der "Fridays for Future" auch in Grafing umsetzen könnte. Wünsche und Forderungen würden "zeitnah an die Stadt Grafing herangetragen", teilt das Organisationskomitee mit.

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