Ihre Arbeit birgt viele Gefahren – die Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten arbeiten oft weitab von Hauptstraßen und Mobilnetz. Um im Ernstfall nach Unfällen eine schnelle und sichere Rettung zu gewährleisten, haben sich nun der Forstbetrieb Wasserburg und das BRK Ebersberg bei einer Übung zusammengetan.
Laut der Pressemitteilung der Staatsforsten mit im Einsatz: Das Team für realistische Unfalldarstellung des BRK, das Verletzungen täuschend echt darstellen kann. Forstwirt Markus Mansky wurde von diesem Team geschminkt. Vorgetäuscht wurden eine Schnittverletzung an der Hand und eine starke Prellung am Kopf. Fertig präpariert begab sich „der Verletzte“ zurück zu seinen nichtsahnenden Kollegen. Die drei Forstwirte und vier Forstwirtauszubildenden arbeiteten zu dem Zeitpunkt mit Mansky an der Reparatur des Wildparkzaunes, als er einen Schnittunfall mit der Motorsäge und den folgenden Sturz schauspielerte.
Seine Hilferufe und ein durch Bewegungslosigkeit ausgelöstes Alarmierungssystem der mitgeführten Funkgeräte – das den Namen Totmannschaltung trägt – informierte die Kollegen, die zu ihm eilten. Sie begannen mit der Erstversorgung, setzten den Notruf ab, schafften einen Zugang zur Unfallstelle und führten die Hilfskräfte schließlich zur Unfallstelle.
Elf Minuten nach dem Notruf traf beim Verletzten der Rettungswagen ein mit zwei Notfallsanitätern und zwei Auszubildenden im Rettungsdienst. Von diesem Zeitpunkt an übernahmen die Rettungskräfte die Versorgung des Verunfallten und bereiteten den Transport ins Krankenhaus vor. Insgesamt, so das Fazit am Ende der Übung, hat alles gut geklappt – es gibt freilich auch Lehren, die man aus der Übung ziehen kann. Etwa ein auf Karten nicht ganz korrekt eingezeichneter Rettungspunkt oder Schulungsbedarf an bestimmten Elementen der Erste-Hilfe-Ausrüstung.


