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Forstinninger Umgehung:BN fordert Projektstopp

Richard Mergner vom Bund Naturschutz, 2019

Richard Mergner fordert, statt in die Forstinninger Umgehung ins Gesundheitswesen zu investieren.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Wegen Corona soll das Geld besser ins Gesundheitswesen investiert werden, sagt der Landesvorsitzende

Die Forstinninger Ortsgruppe des Bundes Naturschutz (BN) nimmt die Corona-Krise zum Anlass, erneut einen Verzicht auf den Bau der Schwaberwegener Umgehung durch den Ebersberger Forst zu fordern. Damit schließt sich der BN Forstinning dem Landesvorsitzenden Richard Mergner an, der in einer aktuellen Pressemitteilung betont: "Wir fordern den Stopp aller Straßenbauprojekte in Bayern und stattdessen den Wiederaufbau einer krisensicheren Krankenhaus- und Pflegeinfrastruktur. Die Fehler früherer Krisen dürfen sich nicht wiederholen."

Mit dieser Forderung des Landesverbandes appelliert die BN-Ortsgruppe Forstinning an die neu gewählten Gemeinde- und Kreisräte, dass gerade das örtlich beantragte Straßenbauprojekt bei Forstinning durch den Ebersberger Forst gestoppt werden müsse. Zum einen werde das Geld für den Wiederaufbau einer krisensicheren Krankenhaus- und Pflegeinfrastruktur benötigt, zum anderen merke man gerade jetzt, wie wichtig das Naherholungsgebiet Ebersberger Forst sei. "Wenn man die Tage durch unseren Forst radelt, erlebt man, wie viele Sport- und Erholungssuchende Mitbürger derzeit dort unterwegs sind. Es ist daher wichtiger denn je, den Ebersberger Forst in seiner kompletten Größe und Wertigkeit zu erhalten und somit von diesem Straßenbauprojekt Abstand zu nehmen", heißt es in der Pressemitteilung der Forstinninger BN-Ortsgruppe. "Die Klimakrise und der Schwund natürlicher Ökosysteme sind ebenso ernst zu nehmen wie die Covid-19-Pandemie", betont der bayerische BN-Vorsitzende Richard Mergner in seiner Pressemitteilung.

© SZ vom 16.04.2020 / SZ

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