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Feuerwehr Kirchseeon:Einsatz in Neongelb

Ortsfeuerwehren bekommen einheitliche Kleidung

Grellgelbe Grundfarbe, rot-silberne Leuchtstreifen an Brust, Armen, Bauch und Beinen, dazu große schwarze Patches im Knie- und Ellenbogenbereich - so werden die Einsatzkräfte aller vier Kirchseeoner Ortsfeuerwehren künftig gekleidet sein. In seiner jüngsten Sitzung gab der Marktgemeinderat die Zustimmung dafür, dass die rund 160 Feuerwehrfrauen und -männer neue Schutzkleidung bekommen. Das hat laut Bürgermeister Udo Ockel (CSU) nicht nur praktische Gründe, sondern soll auch das Zusammengehörigkeitsgefühl der Wehren stärken.

Teilweise 20 Jahre alt sind die Jacken und Hosen, mit denen die Kirchseeoner Rettungskräfte zu ihren Einsätzen ausrücken. Höchste Zeit also, das Equipment auf den neusten Stand zu bringen, denn inzwischen hätten sich schlichtweg die Anforderungen an eine optimale Schutzkleidung geändert, wie die Rathausverwaltung in der Beschlussvorlage schreibt. Die Kleidung solle nicht nur Schutz vor Flammen bieten, sondern auch auf der Straße gut sichtbar sein. Gerade letzteres hatten die bisherigen schwarzen Jacken nicht wirklich erfüllt. Die neue Ausrüstung werde zudem atmungsaktiv, aber auch regenfest sein.

Sich auf eine gemeinsame Uniform zu einigen, ist Ockel zufolge gar nicht so leicht gewesen. Eine Arbeitsgruppe der Feuerwehren habe sich über einem längerem Zeitraum mit dem Thema befasst und sei nun zu einer Lösung gekommen. Diese lässt sich die Marktgemeinde einiges an Geld kosten: Pro Jacke sind etwa 950 Euro fällig, eine Hose kostet 450 Euro. Unterm Strich ergibt das eine Summe von rund 240 000 Euro, wovon 180 000 Euro bereits im aktuellen Haushalt eingeplant sind. Die verbliebenen 60 000 Euro werden im Finanzplan für 2020 berücksichtigt, über den in der nächsten Gemeinderatssitzung beraten wird. Da es sich insgesamt also um eine beträchtliche Summe handelt, will man in der Marktgemeinde auf Nummer sicher gehen und ein externes Büro mit der Beschaffung beauftragen, "damit wir auch wirklich das bekommen, was wir wollen", wie Bürgermeister Ockel sagte.

Fördergelder sind für die Feuerwehr-Ausrüstung übrigens keine zu erwarten, wie der Rathauschef auf Nachfrage von Klaus Viellechner erklärte. Für den UWG-Gemeinderat ist das nicht nachvollziehbar: "Da werden die Kommunen mal wieder alleine gelassen."

© SZ vom 21.02.2020 / aju
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