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Kommunalwahl in Ebersberg:Bürgermeisterwahl: FDP-Bewerber in Poing und Zorneding

Landesparteitag der FDP in Amberg

Die Liberalen greifen in Poing und Zorneding nach der Macht.

(Foto: dpa)

Marc Salih will im Landkreisnorden die Nachfolge von Albert Hingerl (SPD) antreten. Peter Pernsteiner kandidiert gegen Amtsinhaber Piet Mayr (CSU) in Zorneding.

Marc Salih will bei der Kommunalwahl 2020 den Chefsessel im Poinger Rathaus erobern: Der FDP-Ortsverband hatden 45-Jährigen in seiner Aufstellungsversammlung einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Er ist somit der vierte Bewerber neben Reinhard Tonollo (SPD), Thomas Stark (CSU) und Günter Scherzl (FWG).

Der FDP-Ortsvorsitzende Wolfgang Spieth gratuliert dem neuen Bürgermeisterkandidaten Marc Salih (links).

(Foto: oh)

Salih ist seit mittlerweile 27 Jahren hauptberuflich als Polizist bei der Bundespolizei im In- und Ausland aktiv. Im Ausland war er als Sicherheitsbeamter mit Führungsaufgaben im diplomatischen auswärtigen Dienst betraut. Die Stationen waren die Vereinten Nationen in New York sowie die deutschen Botschaften in Teheran und Budapest. Somit verfüge Salih "über ein hohes Maß an interkultureller Kompetenz", wie die FDP in einer Pressemitteilung schreibt. Der Bürgermeisterkandidat wolle Poing in eine sichere und fortschrittliche Zukunft führen, dabei aber eine solide Finanzierung fest im Blick behalten. "Wir müssen dafür sorgen, dass Poing nicht mehr weiter auf Kosten der nachkommenden Generationen lebt und als Kommune endlich effizienter wirtschaftet", erklärt der 45-Jährige.

Neben einer vernünftigen Haushaltspolitik fordert Marc Salih auch, die umweltpolitischen Herausforderungen in der Gemeinde Poing stärker zu fokussieren. Beispielsweise könnten Haus- und Wohnungseigentümer dahingehend motiviert werden, ihre Garagen- und Pkw-Stellplätze mit Ladestationen für Elektroautos nachzurüsten. Im Rathaus würde er eine digitale Bürgermeistersprechstunde als zusätzliches Angebot zu den bestehenden Sprechstunden einführen. Zuspruch erhielt der Kandidat vom gesamten Ortsverband. "Mit den Freien Demokraten und ihrem Bürgermeisterkandidaten kommt neuer Schwung in die Gemeinde", so der FDP- Ortsvorsitzende Wolfgang Spieth.

Peter Pernsteiner will in Zorneding Bürgermeister werden

Mit dem FDP-Kandidaten Peter Pernsteiner steigt der dritte Bewerber ins Rennen um das Zornedinger Bürgermeisteramt ein. Der 60-Jährige sitzt für seine Fraktion bereits seit fast 13 Jahren als Einzelkämpfer im Gemeinderat und will bei den Kommunalwahlen 2020 Amtsinhaber Piet Mayr (CSU) herausfordern. Konkurrenz hat Pernsteiner auch durch die derzeitige Zweite Bürgermeisterin Bianka Poschenrieder, die vergangene Woche ihre Kandidatur für die SPD bekannt gegeben hatte.

FDP Zorneding

Peter Pernsteiner will im kommenden Jahr Bürgermeister in Zorneding werden.

(Foto: privat)

Die Zornedinger Liberalen wollen sich für die nächste Kommunalwahl um stärkeren Rückhalt in der Bevölkerung bemühen. Auf dieser Basis streben sie im Zornedinger Gemeinderat deutlich mehr Mitspracherecht an, um künftig beispielsweise auch im Bauausschuss mit Stimmrecht vertreten zu sein. Unter dem Motto Demokratie leben möchte Peter Pernsteiner mit seiner Kandidatur den Bürgern eine Alternative in der Mitte der Gesellschaft bieten. Zu seinen Kernthemen zählt das Engagement rund um den Bahnlärm in der Gemeinde und sein Einsatz für die Verbesserung des örtlichen Bahnhofs.

Wie Pernsteiner selbst sagt, würde er "wohl kein bequemer Bürgermeister mit Schmusekurs" sein, was er mit seinem beruflichen Hintergrund erklärt. Seit 25 Jahren arbeitet er als freier Journalist - ein Job der analytisches Denken und immer währendes kritisches Hinterfragen erfordere.

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