Landkreis EbersbergEin doppelt spannender Wahltag

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Angelika Niebler hat ihre Stimme schon am Vormittag in der Grundschule an der Wendelsteinstraße abgegeben.
Angelika Niebler hat ihre Stimme schon am Vormittag in der Grundschule an der Wendelsteinstraße abgegeben. Christian Endt

Bei der Europawahl hofft CSU-Kandidatin Angelika Niebler auf einen Wiedereinzug ins Parlament. In Markt Schwaben geht es darum, wer künftig auf dem Chefsessel im Rathaus sitzt.

Von Barbara Mooser, Ebersberg

Jeder nur ein Kreuz: Den Witz aus „Das Leben des Brian“ von Monty Python kennen wohl die meisten älteren Semester. In dem Film geht es freilich um ein Kreuz aus Holz – während an diesem Wahltag Kreuze auf Papier gemacht werden. In fast allen Gemeinden im Landkreis dürfen die Wählerinnen und Wähler dabei tatsächlich nur ein Kreuz machen, nämlich jenes auf dem Wahlzettel zur Europawahl.

In Markt Schwaben hingegen dürfen die Bürgerinnen und Bürger hingegen auch ankreuzen, wen sie gern in den nächsten Jahren im Chefzimmer des Markt Schwabener Rathauses sehen wollen. Der bisherige Amtsinhaber Michael Stolze (parteilos), der eigentlich noch bis 2026 gewählt war, hatte im Februar nach einer heftigen Kontroverse um ein geplantes Flüchtlingsheim seinen Rückzug zum 31. Mai bekanntgegeben.

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Ronny Schreib, der gemeinsame Kandidat von Zukunft Markt Schwaben (ZMS) und Grünen, sowie die CSU-Politikerin Walentina Dahms, die auch von FDP und Freien Wählern unterstützt wird, stehen hier zur Wahl. Für sie bleibt es noch eine ganze Weile spannend, denn Ergebnisse der Bürgermeisterwahl werden erst gegen 22 Uhr erwartet.

Walentina Dahms und Ehemann Oliver beim Wählen im Jugendzentrum.
Walentina Dahms und Ehemann Oliver beim Wählen im Jugendzentrum. Christian Endt
Ronny Schreib mit Ehefrau Stefanie auf dem Weg zur Wahl im Rathaus.
Ronny Schreib mit Ehefrau Stefanie auf dem Weg zur Wahl im Rathaus. Christian Endt

Wie die Menschen im Landkreis Ebersberg bei der Europawahl abgestimmt haben, das wird wohl etwas früher feststehen, voraussichtlich gegen 21 Uhr. Für die Vaterstettener Europapolitikerin Angelika Niebler wird dabei zwar sicher spannend werden, wie sie in ihrem Heimatlandkreis abgeschnitten hat, doch dass sie ihr Mandat verlieren könnte, damit ist kaum zu rechnen – steht doch Niebler auf Platz 2 der CSU-Liste, gleich hinter Spitzenkandidat Manfred Weber. Für Niebler wäre es die sechste Amtszeit in Brüssel, 1999 ist die heute 61-Jährige erstmals ins Parlament eingezogen.

Lesen Sie hier die Analyse, wie der Landkreis Ebersberg gewählt hat.

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