RettungsdiensteNeubau der Notrufzentrale kurz vor dem Start

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In der Integrierten Leitstelle Erding, im Bild Schichtleiter Thomas Metz, gehen alle Notrufe aus den Landkreisen Ebersberg, Erding und Freising ein.
In der Integrierten Leitstelle Erding, im Bild Schichtleiter Thomas Metz, gehen alle Notrufe aus den Landkreisen Ebersberg, Erding und Freising ein. (Foto: Renate Schmidt)

Die Entscheidung über die Integrierte Leitstelle für Ebersberg, Erding und Freising steht unmittelbar bevor. Nach jahrelangen Planungen soll das 23-Millionen-Euro-Projekt neben der Polizeiinspektion Erding realisiert werden.

Von Thomas Daller, Erding

Die Integrierte Leitstelle in Erding (ILS) hat ihre Kapazitätsgrenzen erreicht und soll daher am bestehenden Standort in Richtung Polizeidienststelle erweitert werden. Der Grunderwerb für das auskragende Teilbaufeld im Bereich der Polizeiinspektion ist bereits erfolgt. Die Baugenehmigungsunterlagen seien im Februar dieses Jahres bei der Kreisstadt Erding eingereicht worden. Aktuell stellen die Planer die Entwurfsplanung inklusive Kostenberechnung fertig.

Die Architekten haben den Zeitrahmen zur Umsetzung des neuen Gebäudes bereits im Februar dieses Jahres im Ausschuss für Bauen und Energie den Mitgliedern des Gremiums vorgestellt. Die neue Leitstelle soll Anfang bis Mitte 2028 am jetzigen Standort mit Umbau und Erweiterung fertiggestellt werden. Die abschließende Zustimmung des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung ist noch nicht erfolgt, das Thema steht aber bereits auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung im Oktober, teilte Landrat Martin Bayerstorfer in der Kreistagssitzung mit.

Derzeit geht man von Gesamtkosten in Höhe von 22,9 Millionen Euro für den Zweckverband aus, wovon aber noch staatliche Zuschüsse abgezogen werden. Die Kosten teilen sich die drei Landkreise auf. Mit dem Anbau soll künftig die Nutzfläche auf das Zweieinhalbfache des Bestands vergrößert werden.

Der Zuständigkeitsbereich der Leitstelle Erding erstreckt sich auf die Landkreise Erding, Freising und Ebersberg und betrifft somit ein Gebiet mit einer Fläche von insgesamt rund 2221 Quadratkilometern. Ein Grund für die Erweiterung ist, dass jede Leitstelle so ertüchtigt werden muss, dass sie im Falle eines Stromausfalles die Arbeit einer Nachbarleitstelle komplett mit übernehmen kann. In Erding wäre dies die Leitstelle in Landshut. Zudem muss auch die Zahl der Disponentenplätze von sechs auf neun aufgestockt und die Leitstelle besser vor einem technischen Ausfall geschützt werden. Pro Jahr gehen 160 000 Notrufe ein, im Schnitt 440 jeden Tag.

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