Entscheidung in Zorneding Pörings Bolzplatz soll verkleinert werden

Der Pöringer Bolzplatz.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Zwischen der Gemeinde Zorneding und den Anwohnern ist die Grünfläche in Pöring seit Jahren ein Streitpunkt. Auch nach dem neuesten Beschluss im Gemeinderat.

Von Viktoria Spinrad, Zorneding

Zorneding - Der Pöringer Bolzplatz soll verkleinert werden. Das hat der Zornedinger Gemeinderat am Donnerstagabend entschieden. Mit einem 18:2-Votum hat das Gremium eine Überbauung des einst gemeindeeigenen Mehrfamilienhauses durch den neuen Besitzer am Rand des Bolzplatzes genehmigt. Die Konsequenz: Der anliegende Bolzplatz wird etwas kleiner. Wie viel kleiner das Areal am Ende sein wird, ist bisher allerdings unklar.

In Zorneding ist das Ganze seit längerem ein Streitpunkt. Sieben Minuten lang verlas Zornedings Bürgermeister Piet Mayr (CSU) in der Sitzung am Donnerstagabend die Stellungnahmen der Gemeinde zu den Äußerungen der Kritiker. Die Gegner der Pläne monieren unter anderem ein vermeintlich unrealistisches Lärmschutzgutachten, das den Bolzplatz wegen zu niedrig angesetzter Immissionswerte doch anfechtbar machen würde. Weitere Kritikpunkte: Parkplatzprobleme - und eine schützenswerte Maulwurfspopulation vor Ort. Ein zusätzlicher Vorwurf: Verfahrensmängel, da die Gemeinde das Grundstück noch vor Beginn der Bauleitplanung veräußert habe.

Die Gemeinde wies in der Sitzung alle Punkte zurück. Gegen die Überzeugung von Vincent Kalnin (Grüne) und Wilhelm Ficker (Freie Wähler), die als einzige Gemeinderäte gegen den Plan stimmten.

Im vergangenen Juli waren die Pläne für eine Bebauung am Rand des Pöringer Bolzplatzes bekannt geworden. Trotz des Arguments der Gemeinde, dass der Platz mit dem Bebauungsplan erst gesichert werde, rief dessen drohende Verkleinerung Pöringer Bürger auf den Plan: Sie bangten um ihre Freizeit-Einrichtung und starteten eine Online-Petition. So war der Bolzplatz auch auf der Zornedinger Bürgerversammlung im November 2017 Thema, vor zweieihalb Monaten gab es gar eine Anhörung dazu. Ob sich der Streit zwischen Gemeinde und Anwohnern mit dem Votum vom Donnerstag beilegen wird, ist offen: Die Kritiker äußerten am Donnerstagabend nach der öffentlichen Sitzung Überlegungen, ob sie klagen.