Energieversorgung Umweltfreundliche Wärme

Nach der Fertigstellung der Heizzentrale hat Vorstand Bernhard Wagner schon neue Pläne für das Kums.

(Foto: Christian Endt)

Das Kommunalunternehmen Markt Schwaben möchte künftig auch auf regenerative Energie setzen

Man könnte vermuten, dass es beim Kommunalunternehmen Markt Schwaben (Kums) nach der Fertigstellung der Heizzentrale Am Erlberg und der Erweiterung des Wärmeleitungsnetzes ruhiger zugeht. Doch das ist weit gefehlt, wie das Kums jetzt in einer Pressemitteilung schreibt. Aktuell werden die nächsten Schritte für die Energieerzeugung zur Wärmeversorgung untersucht. Es sei eine deutliche Steigerung der abzugebenden Wärmemenge zu erwarten. Neben den in diesem Jahr geplanten Anschlüssen für größere Projekte von Wohnungsbaugenossenschaften seien jetzt ebenso die großen Anschlüsse für die Kreisschule, das neue Schulzentrum und das Hallenbad einzuplanen. Zudem stehe das Kums unverändert zu seinem Ziel, sich bei den Energieträgern nicht nur auf Erdgas als Primärenergie zu stützen, sondern auch regenerative Energieträger einzubinden - soweit es für die kommunale Gemeinschaft der öffentlichen, gewerblichen und privaten Verbraucher und das Kums langfristig wirtschaftlich machbar ist.

Mit dem Erweiterungskonzept für das Kums, das die Wärmeversorgung auf kommunaler Ebene absichern soll, beschäftigt sich der Kums-Vorstand Bernhard Wagner gemeinsam mit dem wirtschaftlichen Berater Lothar Behringer und dem technischen Berater Oliver Berghamer seit seiner erneuten Amtsübernahme vor bald sechs Monaten. "Das Konzept ist erstellt und wird zurzeit im Rahmen des Förderprogramms zur Wärmeversorgung 4.0 auf seine Zuschussfähigkeit überprüft", erläutert Bernhard Wagner.

Das Konzept fußt auf drei Säulen: einer Photovoltaik-Anlage, die die Wärmepumpen speist, sofern kein Strom für das Netz gebraucht wird, einer Solarthermieanlage, die im Sommer die Wärmeproduktion übernimmt. Die dritte Säule bildet die Zusammenarbeit mit der Fernwärmeversorgung des Bayernwerks Natur nördlich der Markt Schwabener Bahnlinie. Bayernwerk Natur prüfe derzeit, wie sich im Winter die aus Hackschnitzeln erzeugte Wärme über eine Verbindungsleitung zwischen den beiden Heizwerken bereitstellen lässt. Im Gegenzug liefere das Kums dem Bayernwerk Natur während des Sommers Wärme auf Basis der Solarthermieanlage. "Für mich als Vater von vier erwachsenen Kindern hat hierbei jetzt vor allem der Einsatz regenerativer Energien essenzielle Bedeutung", so der Vorstand der kommunalen Anstalt. Mit diesem Konzept stabilisiere das Kums die Wärmeversorgung in Markt Schwaben und leiste einen Beitrag zur Energiewende. Weitere Informationen unter www.kums-markt-schwaben.de.