Palliativ- und Trauerkultur„Geschmolzener Schnee ist für immer weg“

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Der Handschmeichler – Teil der „Palliativkiste“, vorhanden an verschiedenen Standorten des Einrichtungsverbunds Steinhöring – gibt Halt in schweren Stunden.
Der Handschmeichler – Teil der „Palliativkiste“, vorhanden an verschiedenen Standorten des Einrichtungsverbunds Steinhöring – gibt Halt in schweren Stunden. (Foto: Peter Hinz-Rosin)

Im Einrichtungsverbund Steinhöring leben Menschen mit Beeinträchtigung. Auch sie werden alt oder krank und sterben. Doch wie erklärt man ihnen den Tod, wenn das Verstehen schwerfällt?

Von Michaela Pelz, Steinhöring

„Unsere Anna* (Name geändert) hat eine ganz besondere Kompetenz“, erzählt Heilerziehungspflegerin Verena Eben vom Einrichtungsverbund Steinhöring (EVS), in dem rund 400 Menschen mit Beeinträchtigung zwischen 21 und 90 Jahren leben. „Wenn jemand gestorben ist, bleibt sie im Zimmer, bis der Bestatter kommt.“ Sogar das Essen müsse man ihr bringen. „Sie weint mit den Angehörigen und tröstet diese. Erst wenn der Sargdeckel zu ist, sagt Anna: ‚Jetzt ist er (oder sie) im Himmel!‘ und geht.“

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