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Einhundert Prozent:Klare Zustimmung für Angelika Niebler

Die Vaterstettenerin führt die Riege der Frauen-Union bei der Europawahl an.

Die 171 Delegierten der außerordentlichen Landesversammlung der Frauen-Union Bayern haben am Freitag Angelika Niebler mit 100 Prozent als ihre Spitzenkandidatin für die Europawahl nominiert. Die 50-jährige CSU-Europapolitikerin aus Vaterstetten sitzt seit 1999 im Europaparlament und will gemeinsam mit weiteren Frauen erneut Bayerns Bürger in Brüssel vertreten: "Wir haben starke Kandidatinnen und fordern, dass diese gut und prominent auf der Europaliste der CSU platziert werden. Wir haben heute den Wettbewerb um die begehrten Listenplätze eingeläutet", so die Landesvorsitzende der zweitgrößten Arbeitsgemeinschaft der CSU.

Die Juristin und Mutter von zwei Kindern gilt in Brüssel als Expertin für Industrie-, Energie- und Forschungspolitik. Auch frauenpolitische Themen sind ihr nach eigenen Angaben wichtig, darüber hinaus ist sie die Delegationsvorsitzende für die Arabische Halbinsel: "Ich versuche für die Bürger in Bayern eine Brücke nach Brüssel zu sein. In all meinem Tun und Handeln auf europäischer Ebene sind mir die Belange der Kommunen und der Bürger vor Ort wichtig. Ich habe mit Kollegen dafür gekämpft, dass das Wasser nicht zwangsprivatisiert werden muss, sondern in kommunaler Hand bleibt, dass der Schnupftabak nicht verboten wird und die Kommunen weiterhin Einheimischenmodelle anbieten können. Meine Maxime ist, dass die Entscheidungen, die in Brüssel getroffen werden, realitätstauglich sind", so Angelika Niebler in ihrer Bewerbungsrede vor den Delegierten in der Münchner Hanns-Seidl-Stiftung.

Neben der Spitzenkandidatin wählten die Frauen die oberfränkische Kandidatin und Europaabgeordnete Monika Hohlmeier - die früher ebenfalls in Vaterstetten gelebt hat - mit 92,45 Prozent der Stimmen auf Platz zwei und Barbara Becker als Nachfolgerin für Anja Weisgerber mit 94,97 Prozent auf den dritten Platz.

© SZ vom 13.01.2014
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