Süddeutsche Zeitung

Ehrung in Ebersberg:Ein kleines Dankeschön

Bei einem Empfang im Alten Speicher werden Menschen gewürdigt, die im Landkreis ehrenamtlich tätig sind. Ohne sie "würde alles stehen bleiben", so der Landrat in seiner Festrede

Ohne Ehrenamt wäre Bayern nicht das, was es jetzt ist. "Wenn auch nur einen Tag lang das Ehrenamt in Bayern entfiele, würde alles stehen bleiben", sagte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) in der Begrüßung zum Empfang für Ehrenamtliche am Montagabend. Seit fünf Jahren gibt es diesen Empfang, um den Einsatz der Ehrenamtlichen im Landkreis Ebersberg zu würdigen. Dieses Jahr wurde die Veranstaltung im Alten Speicher abgehalten und erhielt eine überwältigende Resonanz: Alle Sitzplätze waren belegt, einige Gäste standen.

Die Freiwillige Feuerwehr, Bayrisches Rotes Kreuz und viele weitere Vereine und Organisationen nahmen an dem Event teil. Bei so einer Veranstaltung durften Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU), SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher und CSU-Landtagsabgeordneter Thomas Huber natürlich auch nicht fehlen.

Knapp die Hälfte der Menschen im Landkreis, genauer 47 Prozent, engagiert sich ehrenamtlich in der Freizeit. Durch Vereine, durch Freiwilligenagenturen, durch soziokulturelle Zentren und vieles mehr bereichern die ehrenamtlichen Helfer den Landkreis jeden Tag. An diesem Abend wurden vier goldene Ehrenamtskarten vergeben, um Ehrenamtliche für ihren besonders langen und besonders engagierten Einsatz zu würdigen. Die goldenen Karten erhielten Maria Hoiß aus Emmering, die erst kürzlich das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten erhalten hatte, Josef Götz vom GTEV Kirchseeon, Christophe Grill und Stephan Hörr vom Technischen Hilfswerk Markt Schwaben und Hans Otto Dressel, der seine Karte allerdings nicht persönlich entgegennehmen konnte.

Mit den Ehrenamtskarten kann man bei den 4000 Bayrischen Akzeptanzstellen Rabatte und Ermäßigungen bekommen. Allein im Ebersberger Landkreis gibt es 54 solcher Stellen, und an diesem Abend wurden vier neue Akzeptanzpartner willkommen geheißen: Das Hallenbad von Markt Schwaben gibt nun Ermäßigungen auf den Eintritt für alle Besucher mit einer Ehrenamtskarte, die Gemeinde Pliening gibt Prozente auf die bestehenden Nutzungsentgelte der Gemeinde, die Volkshochschule Poing bietet Reduzierungen für Kursbeiträge und in Markt Schwaben gibt die Metzgerei Elst Prozente auf den Wareneinkauf und Gutscheine.

Derzeit halten etwa 1700 Bürger eine Ehrenamtskarte, 1300 blaue und 400 goldene, und es werden stets mehr. Das bedeutet, dass sich immer mehr Menschen ehrenamtlich engagieren: Freiwillige Feuerwehr, Vereine und Rettungsdienste sind nur einige Beispiele aus einem breiten Katalog an ehrenamtlich engagierten Diensten, die einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft leisten. Das Ehrenamt ist unabdingbar, und das wurde an diesem Abend gewürdigt.

Für Unterhaltung sorgte der komödiantische Magier Gaston Florin mit Zaubertricks und Scherzen. Er führte klassische Kunststücke vor, wie ein Tuch in ein Ei zu verwandeln und Ringe magisch zusammenzufügen, und zeigte mit einem eleganten Trick, wie jeder Mensch seinen Zeitrahmen weiter ausschöpfen könnte. Das wohl erstaunlichste Kunststück war jedoch, wie Gaston es fertig brachte, einen personalisierten Geldschein eines Zuschauers aus einer Orange hervorzuzaubern. Nach seiner Vorstellung wurden die Gäste zu einem Flying Buffet geladen und dabei von der Glonner Musi gut unterhalten.

Mit reichlich Wein und Bier und anregenden Gesprächen klang der Abend, der von der Ehrenamtsbeauftragten des Landkreises Sabine Meyer organisiert wurde, aus. Eine Neuauflage der Veranstaltung ist im kommenden Jahr geplant. Wer bis dahin Interesse hat, selbst in einem Ehrenamt mitzuwirken, kann sich an eine der zahlreichen Anlaufstellen im Landkreis wenden oder sich online auf der Bayerischen Ehrenamts-Website informieren.

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Quelle:
SZ vom 27.11.2019
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