Es ist ein riesiges Fenster mitten im Wald. Der Rahmen ist aus hellem Holz gezimmert, vielleicht zweieinhalb auf drei Meter Kantenlänge. Blickt man hindurch, sieht man etwas, das Caspar David Friedrich in Szene gesetzt haben könnte, ein Waldidyll in seiner schönsten Form: dunkle Bäume, Sonnenflecken, Tupfer aus zartgrünem Gras. „Kaum setzt man einen Rahmen, wird auch ein Bild daraus“, sagt Heinz Utschig, er steht mit verschränkten Armen vor dem Fenster und lächelt.
Ebersberger Forst„Die Leute haben schon gespürt, dass uns der Wald nicht egal ist“
Lesezeit: 4 Min.

20 Jahre lang war Heinz Utschig Chef im Ebersberger Forst. Ende September geht der Leiter des Forstbetriebs Wasserburg der Bayerischen Staatsforsten in den Ruhestand – nicht ohne Wehmut.
Von Barbara Mooser, Ebersberg

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