Gartengestaltung:Grün statt Steine

Gartengestaltung: In Poing, hier ein Bild aus einem neuen Wohngebiet, sind Schottergärten mittlerweile verboten. Auch in Ebersberg liegt ein entsprechender Antrag nun vor.

In Poing, hier ein Bild aus einem neuen Wohngebiet, sind Schottergärten mittlerweile verboten. Auch in Ebersberg liegt ein entsprechender Antrag nun vor.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Pro Ebersberg fordert ein Verbot von Schottergärten in der Kreisstadt.

Wer die Facebookseite "Gärten des Grauens" abonniert hat, weiß, wie schrecklich Schottergärten aussehen können: Kiesel-Wüsten, aus denen einzelne Grashalme sprießen, in der Mitte vielleicht noch ein Trog mit sterbenden Pflänzchen. Geht es nach "Pro Ebersberg" soll so etwas in der Kreisstadt künftig nicht mehr erlaubt sein. Die Fraktion hat den Antrag für den Erlass einer Freiflächengestaltungssatzung und insbesondere das Verbot von Schottergärten gestellt.

Ziel von Pro Ebersberg ist, dass die Gärten in Ebersberg auch weiterhin schön grün sind und als Lebensräume für Tiere und Pflanzen dienen können. Dies fördere die Artenvielfalt in der Stadt, reduziere die Bodenversiegelung und stelle Versickerungs- und Verdunstungsstellen sicher, heißt es in dem Antrag.

Die Fraktion weist darauf hin, dass Ebersberg im vergangenen Jahr vom Bezirk Oberbayern als bienenfreundliche Gemeinde ausgezeichnet wurde. Viele Maßnahmen, wie die insektenfreundliche Umgestaltung von städtischen Flächen oder verschiedene Aktionen durch das Museum Wald und Umwelt, würden bereits umgesetzt.

Doch lange Trocken- und Hitzeperioden wechselten sich immer häufiger mit Starkregenereignissen ab, Lebensräume für Insekten und Kleinsttiere würden weiter dezimiert oder verschwänden ganz. Durch die Nachverdichtung im Ortszentrum und die Ausweisung immer kleinteiligerer Baugebiete einschließlich der zugehörigen Zuwegungen und Stellflächen minimierten sich die Freiflächen für Flora und Fauna.

"Ebersberg als grüne Perle des Münchner Ostens soll hier dem Vorbild vieler oberbayerischer Kommunen folgen und eine entsprechende Freiflächengestaltungssatzung für Neubauten und Änderungsvorhaben erlassen", so die Forderung von Josef Peis und seiner Stadtratsfraktion.

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