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Ebersberg:Saft aus dem eigenen Obst

Dirk Schött, der Vorsitzende des Ebersberger Gartenbauvereins, wirbt für das Angebot.

(Foto: Privat)

Gartenbauverein betreibt wieder seine Presse

Der Verein für Gartenbau und Landespflege Ebersberg wird den Betrieb der Obstsafterei im Nebengebäude der ehemaligen Jugendherberge, am Volksfestplatz Attenberger-Schillinger- Straße 1, heuer Ende August wieder aufnehmen. Er bietet interessierten Kunden an, ihr Obst zu pressen und den eigenen Saft durch eine schonende indirekte Erwärmung mittels eines Wärmetauschers zu pasteurisieren und damit haltbaren Obstsaft bereits fix und fertig abgefüllt herzustellen.

Der Saft wird in einem Beutel von fünf oder zehn Liter mit einem integrierten Entnahmeventil abgefüllt und in einer Umverpackung aus einem Faltkarton aufbewahrt. Die blasenfreie Abfüllung erlaubt eine Entnahme des Saftes aus dem Beutel über einen längeren Zeitraum ohne Qualitätsverlust. Nach dem Verbrauch des Obstsaftes kann der Faltkarton zusammengelegt und in der nächsten Saison, mit einem neuen Beutel versehen, erneut verwendet werden. Dieses Angebot gilt sowohl für Mitglieder des Vereins, als auch für Nicht-Mitglieder.

Für diejenigen, die Obst pressen lassen möchten, ist folgendes zu beachten, wie der Verein mitteilt: Trotz der vorhandenen Waschanlage sei die Sauberkeit beim Saft das oberste Gebot. Aus diesem Grunde soll auch das zu pressende Obstgut schon vorgewaschen und eventuell angefaulte Stellen ausgeschnitten sein. Hygiene ist Voraussetzung für eine gute Haltbarkeit des Saftes. Weiche Birnen, aber auch mehlig-weiche Äpfel lassen sich nicht pressen. Das Obst sollte erntefrisch angeliefert werden. Quitten können nicht pasteurisiert werden, dieser Saft wird also nur kalt gepresst.

Grundsätzlich ist es auch möglich, kleinere Mengen Äpfel und Birnen anzuliefern, mindestens 30 Kilo sollten es laut einer Pressemitteilung des Vereins aber schon sein. In etwa sollte auch die vorab gemeldete Menge eingehalten werden. Auch in diesem Jahr möchte der Verein zusätzlich wieder als Vermittler von Obst auftreten. Es gebe viel Obst, das ungenutzt verderbe. Wieder andere würden gerne Saft herstellen, hätten aber nicht das dazu geeignete Obst. Hier möchte der Verein versuchen, private Anbieter und Abnehmer zusammenzubringen. Wer also überzähliges Obst oder Interesse an Äpfel und Birnen hat, kann sich ebenfalls gerne beim Obstpresse-Telefon melden, wie der Verein mitteilt. Das Telefon für Termine zur Obstpresse und Obstvermittlung ist unter der Nummer (08092) 232 17 47 von Montag, 26. August, an immer Montag bis Freitag von 19 bis 21 Uhr besetzt.

© SZ vom 16.08.2019 / SZ
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