Bevor Richterin Regina Holstein die Beweisaufnahme beendete und zu den Plädoyers überleitete, wollte sie noch ein letztes Dokument in den Prozess einführen: Den Chatverlauf eines vermeintlich unbekannten Mannes namens „Sunny“ und dem inzwischen 14-jährigen Mädchen, das mehrfach Opfer von sexuellem Missbrauch geworden sein soll. In dem Gespräch, das die Vorsitzende verlesen ließ, fordert „Sunny“ das Mädchen dazu auf, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen und ihm Bilder davon zu schicken. Dann, so schreibt er weiter, werde sich auch ihr Angebeteter wieder bei ihr melden. Letzterer war der 49 Jahre alte Angeklagte aus dem südlichen Landkreis Ebersberg, der sich seit Mitte April vor dem Münchner Landgericht wegen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Vergewaltigung verantworten muss. Am Mittwoch ist er nun zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden.
Landgericht MünchenVergewaltiger muss ins Gefängnis
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Weil er die 13 Jahre alte Freundin seiner Tochter mehrfach sexuell missbraucht hat, wird ein Mann aus dem Landkreis Ebersberg vom Münchner Landgericht zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.
Von Andreas Junkmann, Ebersberg/München

Kriegsende im Landkreis Ebersberg:„So holt uns alles wieder ein“
Erinnern sei wichtig, damit die Maßstäbe nicht verloren gehen, sagt der Historiker und ehemalige Lehrer am Franz-Marc-Gymnasium Heinrich Mayer. Gemeinsam mit seinen Schülern hat er sich jahrzehntelang mit dem Todeszug in Poing und den lokalen Ereignissen am Kriegsende beschäftigt.
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