Graffiti ist ja von Natur aus eine eher kurzlebige Kunstform. Sie findet sich an Zügen, Brücken, Hauswänden und wird meist schnell wieder entfernt. Was für ein Glücksfall also, dass Tassilo Sussmann aus Ebersberg, Jahrgang 1971, in seiner Jugend als Sprayer stets auch eine kleine Kamera dabei hatte und damit die Entstehung der Graffiti-Szene in München und Umgebung dokumentierte. Etwa 1500 Fotos umfasse seine Sammlung, sagt er beim Rundgang durch die Galerie des Ebersberger Kunstvereins. Dort nämlich hat Sussmann nun eine außergewöhnliche Ausstellung kuratiert. Unter dem Titel „Graffiti And Beyond – Wandgestaltungen urbaner Provenienz“ gibt die Schau Einblicke in eine kaum vermutete Entwicklung: Sie zeigt an acht Beispielen, wie sich aus einst illegal aktiven Sprühern etablierte Kunstschaffende entwickelt haben.
Ausstellung in EbersbergWie aus Sprayern Künstler wurden
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Manche Pioniere der Münchner Graffiti-Szene haben den Sprung von der illegalen Subkultur in die Kunstwelt geschafft. Eine Ausstellung in Ebersberg stellt ihre Werke und Lebenswege vor.
Von Anja Blum, Ebersberg
