Kommunalwahl im Landkreis EbersbergThomas von Sarnowski will Landrat werden

Im Kreistag ist Thomas von Sarnowski seit 2020 vertreten, nun bewirbt er sich als Landrat.
Im Kreistag ist Thomas von Sarnowski seit 2020 vertreten, nun bewirbt er sich als Landrat. (Foto: Peter Hinz-Rosin)

Der frühere Landesvorsitzende der Grünen wird im Landkreis Ebersberg mit 98 Prozent Zustimmung nominiert – und greift gleich mal den Amtsinhaber Robert Niedergesäß (CSU) massiv an.

Thomas von Sarnowski will Ebersberger Landrat werden. Die Grünen haben den 37-Jährigen, der von 2021 bis 2024 Landesvorsitzender der Grünen war, bei der Aufstellungsversammlung in Markt Schwaben laut einer Pressemitteilung mit 98 Prozent Zustimmung nominiert. Der Ebersberger Sarnowski startet mit dem Motto „Hier fürs Wir!“ in den Wahlkampf – und übt gleich mal deutliche Kritik an Amtsinhaber Robert Niedergesäß (CSU). Er kandidiere, „weil unser Landkreis echte Lösungen für unsere Zukunft braucht – statt leerer Versprechen und einen Landrat, der Millionen am Kreistag vorbei in den Sand setzt“, so Sarnowski.

Der Grünen-Kandidat spielt damit auf Fehler des Landrats an, die auch die Rechtsaufsichtsbehörde gerügt hatte: Niedergesäß hatte viel Geld für eine Schulungssoftware ausgegeben, ohne den Kreistag einzubinden, auch vor einem teuren Rechtsstreit hatte er keinen Beschluss des Gremiums eingeholt.

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Ein weiteres Thema, das Sarnowski auf der Agenda hat, ist das Klinikum Ebersberg München Ost, für das der Landkreis massiv Schulden machen muss. Für die Rückzahlung gebe es aber keinen Plan, so Sarnowski. Auch bezahlbares Wohnen und mehr Tempo bei der Energiewende mahnt der Grünen-Bewerber unter anderem an.

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