Wenn in dieser Woche das neue Schuljahr beginnt, wird für viele Kinder, die neu in die Schule oder in eine andere Klasse kommen vieles anders sein – eines bleibt aber nahezu, wie im Jahr zuvor: Die Zahl der Mädchen und Buben, die im Landkreis eine Grund- oder Mittelschule besuchen. Dieses Schuljahr sind das voraussichtlich 7908, laut Schulamt Ebersberg ein leichtes Minus von 26 im Vergleich zum Vorjahr und in etwa der Wert, wie man ihn seit fünf Jahren ermittelt.
Neu in die Schule kommen im Landkreis heuer 1435 Kinder, insgesamt eine der 21 Grundschulen zwischen Anzing und Aßling besuchen 6300 Mädchen und Buben. Weitere 1878 besuchen eine der acht Mittelschulen im Landkreis. Daraus ergeben sich laut Schulamt insgesamt 272 Grundschul- und 94 Mittelschulklassen. In einer durchschnittlichen Klasse in einer der Grundschulen im Landkreis sitzen 22 Kinder, 20 werden rein rechnerisch in einer durchschnittlichen Mittelschulklasse unterrichtet.
Wer einen passenden Master-Abschluss hat, kann an Mittelschulen unterrichten
Dies geschieht laut Schulamt nicht ausschließlich von Lehrkräften mit abgeschlossenem Lehramtsstudium, auch Quereinsteiger kommen zum Einsatz. Allerdings, so die Behörde weiter, sei dies derzeit ausschließlich im Bereich der Mittelschulen der Fall, nicht in den ersten vier Jahrgangsstufen.
Als Quereinsteiger für den Unterricht in einer Mittelschule kommen laut Schulamt Personen in Frage, die einen Master-Abschluss in einem Fach vorweisen können, welches im sogenannten „Fächer-Kanon der Mittelschulen“ enthalten ist. So könnte etwa jemand mit Abschluss in Germanistik Deutschunterricht erteilen, jemand mit naturwissenschaftlichem Abschluss könnte je nach Fachrichtung das Fach Natur und Technik unterrichten.
Die Zahl der Quereinsteiger ist jedoch nach Angaben des Schulamtes insgesamt eher überschaubar. Zwar legt die Behörde keine Daten dazu vor, wie viele Personen jeweils reguläre Lehrkräfte und wie viele Quereinsteiger sind, aber es gibt eine Aufstellung der wöchentlichen Unterrichtsstunden.
Lehrermangel gibt es laut Schulamt im Landkreis Ebersberg nicht
Demnach gibt es im Bereich Grundschule 7873 Wochenstunden, bei den Mittelschulen sind es 3689, außerdem kommen noch 233 Wochenstunden für Deutsch-Förderunterricht sowohl in der Grund- wie der Mittelschule hinzu. Auf Quereinsteiger, die ja nur an den Mittelschulen im Einsatz sind, entfallen laut Schulamt 530 Wochenstunden also knapp 14 Prozent. Damit, so die Behörde weiter, sei „der lehrplangemäße Unterricht an den Grund- und Mittelschulen im Schulamtsbezirk Ebersberg voll gewährleistet“.
Dazu beitragen werden auch mehrere neue Schulleitungen, etwa an der Grundschule in Baldham an der Brunnenstraße, wo Dunja Schoerrig die Rektorinnenstelle von Renate Bruckmeier übernimmt. Auch an der Grundschule Markt Schwaben gibt es zum neuen Schuljahr eine neue Rektorin: Andrea Brenninger wird Monika Seidel ablösen. Die Grundschule Poing an der Karl-Sittler-Straße bekommt in Christine Schmid-Klinker eine neue Konrektorin und in der Karlheinz-Böhm Grund- und Mittelschule fängt Christine Gaedtke als neue Zweite Konrektorin an.

