Windkraft:Zusammen gegen Panikmache

Ebersberger Bündnis wirft Windradgegnern gezielte Falschinformationen vor.

Wieland Bögel, Ebersberg

In der Debatte um den Bürgerentscheid zum Thema Windkraft im Forst ruft ein breites Bündnis aus verschiedenen Organisationen und mehr als 200 Personen aus nahezu dem gesamten politischen Spektrum zu mehr Sachlichkeit auf. Das Bündnis "Pro Windenergie Ebersberger Forst" wurde 2018 unter anderem von Altlandrat Hans Vollhardt gegründet.

"Anlass war ein Flyer mit Falschinformationen, angstmachenden Bildern (...) und Halbwahrheiten in einem Flyer gegen mögliche Windräder im Ebersberger Forst", schreibt Vollhardt nun in einer Pressemeldung im Namen des Bündnisses. Mit den gleichen Mitteln arbeiteten nun die Befürworter eines Nein beim Bürgerentscheid, schreibt Vollhardt weiter und bezieht sich dabei auf einen Flyer, den die Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst, der Kreisverband des Landesbunds für Vogelschutz, die Bürgerinitiative St 2080 - Schwaberwegen und Moos sowie die Initiative Landschaftsschutz Ebersberger Land derzeit in Umlauf bringen.

Erfreulich sei, dass "die Energieagentur Ebersberg-München in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde in hervorragender Aufbereitung Fakten gegen eine Verunsicherungsstrategie" setze, so der Altlandrat. "Alle, die den Klimawandel anerkennen, (...) werden aufgrund dieser Fakten den Schluss ziehen: Wir brauchen schnellstens den Ausbau erneuerbarer Energie und damit auch der Windenergie in unserer Region."

Neben Vollhardt gehören dem Bündnis Pro Windenergie unter anderem die frühere Sozialministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Christa Stewens an, genau wie Landrat Robert Niedergesäß und zahlreiche Kreistagsmitglieder. Es wird unterstützt vom Arbeitskreis bäuerliche Landwirtschaft, der Agenda 21 Ebersberg, Bund Naturschutz, den Grünen und der Grünen Jugend, dem Arbeitskreis Energie Oberpframmern, dem Arbeitskreis Energiewende Zorneding, den Herrmannsdorfer Landwerkstätten, von SPD und Jusos, den Deutschen Pfadfindern Sankt Georg, dem Bayerischen Bauernverband, der ÖDP, der Bürgerenergiegenossenschaft Ebersberg, dem Verein Jüngste Kultur, dem ADFC, der Waldbauernvereinigung Ebersberg-München Ost, der Partei Die Linke, Fridays for Future, dem Verein Aktionskreis Energiewende Glonn 2020 und dem Energie-Forum Zorneding.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB