Für das Ebersberger Jazzfestival hat sich der Kunstverein diesmal etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Er hat einen Teil seiner Galerie, das Studio an der Rampe im ersten Stock, in eine beeindruckende Jazzkneipe mit Barbetrieb verwandelt.
Eine raumgreifende Installation von Andreas Mitterer und Tassilo Sussmann entführt die Besucher unter dem Titel „Jazzkollage“ in die Fünfzigerjahre. Der Raum wurde ausgekleidet mit großformatigen, KI-generierten Bildern, die eine weniger dokumentarische als vielmehr imaginäre Kulisse bilden – „gespeist aus dem kollektiven Bildgedächtnis, das den Jazz längst zur ästhetischen Chiffre verklärt hat“, schreiben die Veranstalter.
Zwischen Rauchschwaden, tiefen Schatten und glänzenden Blechinstrumenten evoziert die KI ein ikonisches Setting, das an filmische Archetypen und nostalgische Werbebilder erinnert. „In der Kunstinstallation fungieren diese Bilder nicht als Fenster zur Wirklichkeit, sondern als Spiegel kulturell sedimentierter Vorstellungen – ein visuelles Palimpsest aus Erinnerung, Klischee und algorithmischer Rekonstruktion.“

Hinzu kommen Schwarz-Weiß-Porträts verschiedener Jazzgrößen, aufgenommen von den Fotografen Ralf Dombrowski, Wolfgang Feik, Peter Hinz-Rosin, Thomas J. Krebs und Hermann Will. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen von Verena Ditterich. Bestaunen kann man die Jazzbar zu den regulären Öffnungszeiten des Kunstvereins. Donnerstags und freitags von 18 bis 20 Uhr, samstags von 17 bis 20 und sonntags von 11 bis 13 Uhr.
Außerdem gibt es drei Veranstaltungen bei freiem Eintritt. Am Freitag, 17. Oktober, um 16.30 Uhr präsentieren die Teilnehmer eines Improvisationsworkshops der Musikschule ihr Können, im Anschluss gibt das Trio Three and a Half ein Konzert. Am Samstag, 18. Oktober, 17 Uhr, spielt das Trio Mach zeitgenössische improvisierte Musik, und am Sonntag, 19. Oktober, 17 Uhr, präsentiert eine Band um Guy-El Mabiala dessen Projekt „Kimuntu“.

