NachrufTrauer um Rosemarie Will

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Rosemarie Will hat sich auf vielfältige Weise für Umwelt und Natur engagiert.
Rosemarie Will hat sich auf vielfältige Weise für Umwelt und Natur engagiert. privat

Eine Pionierin der Grünen im Landkreis ist gestorben. Die Beisetzung findet in Ebersberg statt.

Von Anja Blum, Ebersberg

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Die Grünen im Landkreis und ganz besonders in der Stadt Ebersberg trauern um eine ihrer Pionierinnen: Rosemarie Will ist in ihrem Heimatort Berchtesgaden verstorben. Im Nachruf ihrer Partei heißt es: „Seit einem guten Jahr wusste Rosemarie, dass sie unter einer unheilbaren Krankheit leidet, die immer schneller fortschritt.“ In der Nacht vom 9. auf den 10. November habe sie nun ihre letzte Reise angetreten.

Rosemarie Will, geboren 1952, wuchs in einem ländlich-bäuerlichen Umfeld in Berchtesgaden auf. 1980 zog sie nach Ebersberg, wo sie zu den Gründungsmitgliedern des Ortsverbands der Grünen gehörte. 18 Jahre lang war sie für ihre Partei als Stadträtin tätig. Ab 2004 leitete sie zudem die Ebersberger Kreisgeschäftsstelle des Bundes Naturschutz. Auch das Museum Wald und Umwelt war Will ein großes Anliegen. Sie galt als bestens vernetzt. „Rosemarie war in ihrer Zeit beim Kreisverband Ebersberg sehr bekannt und sehr geschätzt. Es gab viele freundschaftliche Verbindungen.“

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Und ihr Engagement für Natur und Umwelt zeigte Wirkung. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit war die Klimapolitik, auch gegen Flächenversiegelung setzte sie sich vehement ein. Auf Wills Initiative hin verzichtet die Stadt bei der Pflege ihrer Grünflächen seit dem Jahr 2015 auf das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Auch die Möglichkeit der Baumbestattung regte Will im Ebersberger Stadtrat an und trieb das Projekt mit Fleiß und Erfolg voran. „Diese Fläche für Urnenbeisetzungen in Ebersberg gilt als eine der schönsten weit und breit“, schreiben die Grünen in ihrem Nachruf. Über ihre politischen Aktivitäten hinaus ist Rosemarie Will auch als Autorin bekannt. Ihre Veröffentlichungen umfassen unter anderem Kinder- und Wanderbücher sowie heimatkundliche Werke über das Berchtesgadener Land.

Rosemarie Will hat drei Söhne. 2018 ging sie in den Ruhestand und zog mit ihrem Mann zurück nach Berchtesgaden. Dort wirkte sie weiter als grüne Gemeinderätin. Auch in ihrer alten Heimat versuchte sie, Baumbestattungen zu ermöglichen – und verfügte laut ihren Parteifreunden, „dass ihre Urne einst in Ebersberg ruhen soll, wenn es bis zu ihrem Ableben in Berchtesgaden diese Möglichkeit nicht gäbe“. Nun wird Rosemarie Will in Ebersberg beigesetzt, an jenem Ort, den sie einst selbst ins Leben gerufen hat. Der Termin für die Beisetzung steht laut Angaben von Parteifreunden noch nicht fest.

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