SZ-Serie: Auf TourenDurch Filzen und Moosen an der Attel entlang

Lesezeit: 4 Min.

Die dreistündige Radtour führt über eine Länge von 45 Kilometern und hat auch einige Steigungen zu bieten

Nach einem ständigen Auf und Ab zwischen Laufing und Aepfelkam prägen flache Forstwege und Landstraßen die Route bis zu den Moosen und Filzen Richtung Pfaffing. Die Landschaft zeigt ihr schönstes Antlitz zum Norden hin mit dem Blick auf kleine Kapellen und auf das weite Gebiet der Sensauer und Lauterbacher Filze, deren Moorlandschaft ein unvergessliches Naturerlebnis bietet. Nach Süden beeindrucken die abwechslungsreichen Wald- und Wiesenflächen vor der Gipfelkulisse der Berchtesgadener und Mangfaller Alpen. Auf dem flachsten Teilstück zwischen Aßling und Grafing begleitet die Radler die 40 Kilometer lange und häufig mäanderförmig fließende Attel.

Vom Volksplatz Ebersberg an der Attenberger-Schillinger-Straße radelt man 1,3 Kilometer in südlicher Richtung anfangs auf der Pfarrer-Grabmeier-Allee bis nach Gsprait. Auf der rechten Seite an einem sehr alten Feldkreuzplatz zwischen zwei über 250-jährigen Linden ist das Zieglerkreuz zu erkennen. Man unterquert die B 304, hält sich zweimal links durch die Unterführung und erreicht nach einem Kilometer in südwestlicher Richtung eine T-Kreuzung. Dort radelt man bei steilem Anstieg links nach Oberlaufing und weiter nach Unterlaufing, wo man nach rechts nach 1,4 Kilometern an der Hauptstraße auf den Radweg Isar-Inn treffen. Es geht aber zunächst nach rechts, dann 350 Meter weiter nach links bis Aepfelkam. Bis dorthin führt ein idyllischer Waldweg in südwestlicher Richtung. Nach dem Ortsschild und dem "Aepfelkamer Kreuz" biegt man rechts ab. Auf den nächsten 1,3 Kilometern bis Baumberg lohnt es sich, die sich weit öffnende Landschaft nach Südwesten zu genießen. In Baumberg geht es rechts 200 Meter weiter bis zur nächsten Hauptstraße. Rechter Hand liegt ein idyllischer Weiher. Man fährt nach 210 Metern links und nach 200 Metern an der Gabelung wieder links (nicht geradeaus nach Höhenberg). Nun schlängelt sich ein wunderschöner 1,7 Kilometer langer Forstweg in nordöstlicher Richtung nach Buch. An der kleinen Kapelle radelt man nach rechts und genießt auf flachem Wege die einsame Landstraße über Raunstädt nach Lacke. Eine Hofdurchfahrt führt nach links.

Die rote Linie auf der Karte zeigt eine mögliche Abkürzung.  Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung, Jochen Hoepner
Die rote Linie auf der Karte zeigt eine mögliche Abkürzung. Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung, Jochen Hoepner (Foto: N/A)

Die angenehme Fahrt ohne größere Höhenunterschiede setzt sich nach links auch die nächsten 500 Meter fort bis nach Reith. Und für die folgende entspannende Abfahrt von 500 Meter sollte man auf halber Strecke kurz vor dem kleinen Weiher innehalten, um sich an dem wunderbaren Ausblick auf eine ausgedehnte Moorlandschaft zu erfreuen. In nördlicher Richtung oberhalb einer kleinen Kapelle ist in einer Entfernung von knapp einem Kilometer Luftlinie der schiefe Turm der Sensauer Filialkirche St. Martin - ein spätgotischer Bau von Anfang des 16. Jahrhunderts - zu erkennen. In östlicher Richtung blickt man auf die Lauterbacher Filz - das nächste Ziel - und in südlicher Richtung bei guter Fernsicht auf ein schönes Alpenpanorama. Über die Hauptstraße geht es in östlicher Richtung 2,2 Kilometer immer geradeaus. An dem kleinen Weiler biegt man nach rechts ab und folgt dem Weg "R5/R7" bis zur nächsten Weggabelung in Filzen, wo es nach rechts geht. Der Weg führt über Neuhäusl und Gänsreit südlich Richtung Rettenbach. An der T-Kreuzung fährt man rechts nach Perach und überquert nach 1,7 Kilometern hinter Oberndorf die Hauptstraße Richtung Zell.

Von hier aus wird auf den nächsten Kilometern die Attel eine ständige Begleiterin sein. Über Boing und Hinteraschau erreicht man Mühlbichl. Hier wendet sich die Attel Richtung Südost, während die Radler an der Gabelung rechts den Weg nach Westen nach Hirschbichl nehmen. Kurz vor dem Schloss führt der Weg rechts über Heimgarten bis nach Gersdorf. Man radelt nach links und kommt über Steinkirchen bis an den Ortsanfang von Aßling. Der Weg biegt links ab und führt 600 Meter am Feldrand entlang, bis zur Kaffeemanufaktur Martermühle an der Hauptstraße. Die Rösterei wird in einem liebevoll restaurierten Bauernhof aus dem 15. Jahrhundert betrieben. Nach 500 Metern auf asphaltierter Straße biegt man auf einem Schotterweg nach rechts ab. An der Brücke überquert man die Attel, die den Weg jetzt die nächsten sieben Kilometer bis Grafing begleitet. Weiter geradeaus trifft man auf den Mitterweg. Linker Hand lohnt ein kleiner Abstecher (150 Meter) zum Dampfbahnclub Aßling. Durch den Bau der Gartenbahn mit echten Dampflokomotiven will man vor allem Kindern die Faszination der Eisenbahn näher bringen. Die Route allerdings führt geradeaus weiter auf dem Attelweg und erreicht die Hauptstraße (Grafinger Straße). Nachdem bis jetzt keine Einkehrmöglichkeiten gegeben waren, kann sich hier wer mag - allerdings nur werktags - in der Metzgerei Am Kirchplatz eine kleine Brotzeit kaufen. Nach 50 Metern biegt man links in den Fischerweg ein. 300 Meter weiter führt uns eine Brücke wieder über die Attel. Nun folgt auf den nächsten fünf Kilometern ein sehr schön beschilderter Weg immer parallel zur Attel.

Achtung an der kleinen T-Kreuzung kurz vor Straußdorf: Es geht links in südwestlicher Richtung, 400 Meter weiter an der Brücke wendet man sich rechts in nördliche Richtung. Nach zwei Kilometern erreicht man Aiterndorf. Nach der Linkskurve bei Baumgartenmühle geht es gleich rechts. Hier führt ein wunderschöner Weg durch waldiges Gelände entlang - immer noch an der Attel - über Höllmühle bis nach Grafing. Man trifft am Ende der Mühlenstraße links auf die Rosenheimer Straße und gelangt über die Griesstraße nach rechts zum Marktplatz nach Grafing. Zeit nun genug, um es sich an der Südwand der Bäckerei Kreitmaier gemütlich zu machen oder sich an der Lederergasse im herrlichen Biergarten der Gaststätte "Zum Kastenwirt" eine zünftige Brotzeit zu Gemüte zu führen. Gestärkt nimmt man die letzten Kilometer in Angriff. Über die Bahnhofstraße passiert man in westlicher Richtung die Bahngleise und zweigt nach 150 Metern rechts ab auf die Bernauer Straße (Sempt-Mangfall-Radweg). Man trifft auf die Hauptstraße nach München, hält sich aber, nachdem man links abgebogen ist, nach 60 Metern gleich wieder rechts und erreicht über den Seeoner Bach nach 600 Metern linker Hand das Tennisgelände des TC Seeschneid. 300 Meter weiter leitet der Weg nach der Unterführung der B304 nach rechts und führt in nördlicher Richtung auf der Aßlkofener Straße nach Aßlkofen, wo eine Einkehr in der Kugler-Alm lockt. Linker Hand ein wunderschöner Blick auf die kleine Kapelle inmitten zweier Linden! Man radelt nach rechts auf der Wettersteinstraße, nach links auf die Zugspitzstraße und wieder rechts auf die Doktor-Wintrich-Straße, die zum Bahnhofsplatz führt. Rechts durch die Unterführung erreicht man von hier aus das Ziel.

Die Tour zusammengestellt hat Jochen Hoepner, Naturfreund und Radlfahrer aus Baldham. Der gebürtige Laboeer publiziert seit 2016 Rad- und Wanderführer im Eigenverlag. Entnommen ist diese Tour dem Buch "Die schönsten Rad- und Wandertouren" im Landkreis Ebersberg, 3. Auflage, 2020, erhältlich zum Preis von 15 Euro bei allen lokalen Buchhändlern im Landkreis Ebersberg.

© SZ vom 18.08.2020 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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