Wohnen in EbersbergDann kann es ja losgehen

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So stellen sich die Planer die Zukunft des Plastifol-Grundstücks in Ebersberg vor, die Simulation zeigt die Ansicht von der Kolpingstraße auf das neue Gesundheitszentrum.
So stellen sich die Planer die Zukunft des Plastifol-Grundstücks in Ebersberg vor, die Simulation zeigt die Ansicht von der Kolpingstraße auf das neue Gesundheitszentrum. Eurytos Unternehmensgruppe/oh

Der Zeitplan für die Umgestaltung des Plastifol-Grundstücks am Ebersberger Bahnhof steht. Dort sollen Wohnungen, medizinische Einrichtungen und ein sogenanntes Gesundheitszentrum entstehen.

Von Wieland Bögel, Ebersberg

In den kommenden vier Jahren soll die letzte große Gewerbefläche in der Kreisstadt komplett umgestaltet werden, Baubeginn mit Abriss der alten Fabrikhallen soll Ende dieses Jahres sein. Das gaben die Stadt Ebersberg und Vertreter des Bauherrn, der Vaterstettener Immobilienfirma Eurythos, nun bekannt. Auf den rund 9000 Quadratmetern in der Nähe des Bahnhofes soll ein Ensemble aus Wohnungen, sozialen Einrichtungen und einem sogenannten Gesundheitszentrum entstehen, wo unter anderem das derzeit in der Bahnhofstraße ansässige Zentrum für Orthopädie und Sporttraumatologie (ZOS) einziehen wird.

So stellt sich die Ansicht von der Kolpingstraße derzeit dar, die Werkshallen sind seit etwas mehr als zwei Jahren stillgelegt.
So stellt sich die Ansicht von der Kolpingstraße derzeit dar, die Werkshallen sind seit etwas mehr als zwei Jahren stillgelegt. Christian Endt

„Wir freuen uns, dass wir nun in die Umsetzung gehen können“, sagt Eurytos-Geschäftsführer Frederic Mann: „Mit unserem Projekt verwandeln wir ein bislang abgeschottetes und komplett versiegeltes Gewerbeareal in einen Lebensraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Ich bedanke mich bei allen am Bebauungsplanverfahren Beteiligten, insbesondere bei den Mitgliedern des Technischen Ausschusses und dem Bauamt für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Gemeinsam ist es uns mit viel Expertise und Einsatz gelungen, ein äußerst innovatives Konzept innerhalb kürzester Zeit in die Umsetzung zu führen.“

Stadtentwicklung Ebersberg
:Vorsichtig und optimistisch

Die Pläne für die Umgestaltung des Plastifol-Grundstücks in der Nähe des Ebersberger Bahnhofs kommen voran. Dort sollen ein Gesundheitszentrum, Wohnungen und soziale Einrichtungen entstehen.

Von Wieland Bögel

Bürgermeister Ulrich Proske (parteilos) hebt die Bedeutung des Projekts hervor: „Mit dem neuen Quartier schaffen wir nicht nur dringend benötigten Wohnraum, sondern sichern mit dem Gesundheitscampus als Teil der Entwicklung auch eine hochqualitative medizinische Versorgungseinrichtung für Ebersberg und darüber hinaus. Diese Kombination macht das Projekt zu einem echten Gewinn für unsere Stadt.“

Bis vor knapp zwei Jahren war die Fabrik noch in Betrieb

In Ebersberg ist das Grundstück vielen noch unter dem Namen der ursprünglich dort ansässigen Firma als „Plastifol-Gelände“ bekannt. Seit Anfang 2023 wird in den Hallen dort aber nicht mehr gearbeitet, damals liefen bereits die Verhandlungen zwischen der Stadt Ebersberg und dem neuen Eigentümer Eurythos.

Die gestalteten sich zunächst nicht einfach, denn die Akteure – der Stadtrat auf der einen und der Investor auf der anderen Seite – hatten zunächst sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, was da zwischen Kolping- und Ringstraße stattfinden sollte. Während die Politik gerne weiterhin eine Gewerbenutzung gesehen hätte, präferierte der Eigentümer ein reines Wohngebiet, so wie es die Vaterstettener in ihrer Heimatgemeinde bereits etwa an der Dorfstraße umgesetzt hatten. Gut eineinhalb Jahre wurde verhandelt, Ende 2023 stand dann das Konzept, das nun umgesetzt werden soll. Dieses sieht eine Durchmischung zwischen Wohnen und anderen Nutzungen vor, allen voran das Gesundheitszentrum.

Stadtentwicklung Ebersberg
:Gesundheit!

In der Kreisstadt soll in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof ein medizinisches Zentrum entstehen. Auch Wohnungen, ein Kindergarten und eine Einrichtung zur Seniorenbetreuung sind geplant.

Von Wieland Bögel

Dieses besteht zu großen Teilen aus dem ZOS, die Einrichtung benötigt mehr Platz. Daher gab es bereits 2023 konkrete Pläne für einen Umzug des Facharztzentrums. Neben neuen Praxisräumen soll am neuen Standort auch ein ambulantes OP-Zentrum entstehen. Die geschäftsführenden Gesellschafter des ZOS, die Mediziner Engelbert Remiger und Martin Kuttner, zeigen sich über die Entwicklung sehr zufrieden: „Wir freuen uns, dass uns das innovative Bauprojekt ermöglicht, am Standort Ebersberg zu bleiben. Mit dem neuen Ärztehaus erhalten wir die Möglichkeit, unsere Patientinnen und Patienten in einem modernen, optimal ausgestatteten Umfeld zu betreuen.“

Der Bauplan des neuen Ensembles zeigt das Gesundheitszentrum im großen Gebäude entlang der Kolpingstraße und Richtung Bahnlinie. Die vor allem fürs Wohnen genutzten kleineren Gebäude liegen an der Ringstraße.
Der Bauplan des neuen Ensembles zeigt das Gesundheitszentrum im großen Gebäude entlang der Kolpingstraße und Richtung Bahnlinie. Die vor allem fürs Wohnen genutzten kleineren Gebäude liegen an der Ringstraße. Eurytos Unternehmensgruppe/oh

Neben dem ZOS wird das Rote Kreuz mit einer Tagespflegeeinrichtung und mit seinem ambulanten Pflegedienst einziehen. „Wir freuen uns sehr, unser bewährtes Konzept im neuen Projekt der Eurytos in Ebersberg umzusetzen“, sagt Manfred Barth, Geschäftsführer des BRK-Kreisverbands Ebersberg. Darüber hinaus sollen auch Facharztpraxen und sogar private Kliniken angesiedelt werden. Außerdem sind sogenannte Service-Wohnungen geplant, also barrierefreie Appartements für betreutes Wohnen. Ebenfalls geplant sind Einzelhandel, eine Apotheke, ein Café und ein Orthopädiefachgeschäft.

Die Wohnungen sollen außerdem zum Teil auch zu günstigen Mieten angeboten werden, das Belegungsrecht wird bei der Stadt Ebersberg liegen. Interessierte können sich bereits bei der Stadt Ebersberg vormerken lassen, teilt diese mit. In der Mitte des Ensembles aus einem größeren und zwei kleineren Gebäuden soll eine öffentliche Grünfläche entstehen. Unter dem Ensemble werden zwei Tiefgaragen gebaut.

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