Europawahl 2024 in EbersbergGroßer Bahnhof für die Demokratie

Gemeinsam für die Demokratie (von links): Franz Zitzelsberger (FDP), Christoph Lochmüller (Grüne), Doris Rauscher (SPD), Thomas Huber (CSU), Charlotte Schmid (ÖDP), Günter Scherzl (FW), Marlene Ottinger (Linke) und Rudolf Einsiedler (Volt).
Gemeinsam für die Demokratie (von links): Franz Zitzelsberger (FDP), Christoph Lochmüller (Grüne), Doris Rauscher (SPD), Thomas Huber (CSU), Charlotte Schmid (ÖDP), Günter Scherzl (FW), Marlene Ottinger (Linke) und Rudolf Einsiedler (Volt). (Foto: Christian Endt)

Zwei Wochen vor der Europawahl und 75 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes gibt es in Ebersberg einen überparteilichen Appell für demokratische Werte.

Dass Parteien, noch dazu in der heißen Phase eines Wahlkampfs, gemeinsame Veranstaltungen unternehmen, ist wohl eher selten. Trotzdem haben sich nun Vertreter von acht Parteien in Ebersberg zu einer Plakataktion am Ebersberger Bahnhof getroffen. Geworben wurde aber nicht für jene Parteimitglieder, die bei der Europawahl in zwei Wochen antreten, sondern für die Demokratie an sich.

Es gehe darum, auch vor dem Hintergrund des 75. Geburtstages des Grundgesetzes, herauszustellen, was alle demokratischen Parteien verbinde, sagte SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Doris Rauscher. Nämlich die Gegnerschaft zu allen, "die Demokratie und Rechtsstaat aushöhlen und abschaffen wollen". Dies bekräftigte auch CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Thomas Huber: So unterschiedlich die Programme der Parteien auch seien, "es eint uns das Bekenntnis zu Demokratie und zu Europa" - im Gegensatz zu "denen, die spalten und zerstören wollen".

Charlotte Schmid (ÖDP) warnte vor denjenigen "die aus der Geschichte nichts gelernt haben", Marlene Ottinger (Linke) sprach sich für ein "Europa der Vielfalt und nicht der Kleinstaaterei" aus. Denn, so Günter Scherzl (FW), vom geeinten Europa profitierten alle, darum sei es wichtig, sich "von den rechten Rändern zu distanzieren".

Christoph Lochmüller (Grüne) rief vor allem dazu auf, die Europawahl nicht geringzuschätzen "die fällt immer so ein bisschen hinten runter" und das Wahlrecht auch wahrzunehmen. Franz Zitzelsberger (FDP) verwies darauf, dass es auch unter den demokratischen Parteien eine große Auswahl gebe. Dass dies weiter der Fall ist, darauf hofft Rudolf Einsiedler (Volt). Denn "wir sollten froh sein, dass wir alle da sein und unsere Unterschiede haben dürfen".

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