Das Scheitern der Ampel-Koalition im Bund und die daraus folgende vorgezogene Bundestagswahl scheint der Linken im Kreisverband Erding-Ebersberg einen nie gekannten Mitgliederzuwachs beschert zu haben. Wie der Kreisverband in einer aktuellen Pressemeldung schreibt, habe man derzeit 80 Mitglieder - so viele wie nie zuvor.
Im Kreisvorstand heißt es: „Eine beeindruckende und nicht abebbende Eintrittswelle hat auch Die Linken in Erding-Ebersberg erreicht.“ Nicht nur habe man zum ersten Mal in der Geschichte des Kreisverbandes die 80-Personen-Marke geknackt, mehr als die Hälfte davon seien auch erst nach dem Bruch der Ampel-Koalition in die Partei eingetreten.
Und einen weiteren Mitgliederzuwachs habe der Linken die umstrittene Abstimmung am 29. Januar im Bundestag beschert, bei der CDU/CSU zusammen mit der AfD für ein härteres Vorgehen gegen Asylbewerber stimmten. Laut Linke-Kreisverband Erding-Ebersberg „sorgte (dies) für einen weiteren Mitgliederschub von plus 30 Prozent“ - in Zahlen immerhin 18 Neumitglieder.
Tobias Bögelein, der Bundestagskandidat von Die Linke im Wahlkreis Erding Ebersberg: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen im Moment bei uns Mitglied werden. Es kommen viele junge Menschen, aber auch etliche ältere zu uns. Für alle ist klar, es braucht eine Partei, die die Schuld nicht denen gibt, die erst seit kurzem in Deutschland leben. Eine Partei, die konkrete Pläne hat, wie Menschen auch am Ende des Monats noch genug zum Leben haben, zum Beispiel mit einem Mietendeckel.“
Thomas Schmidt-Behounek, Sprecher des Kreisverbands erklärt: „Auf unseren regelmäßigen Veranstaltungen und beim Wahlkampf am Infostand – jede Woche sind neue Gesichter dabei. Es tut so gut zu sehen, dass sich immer mehr Menschen engagieren wollen. Dieses gemeinsame Aufbäumen gegen menschenfeindliche Politik und den Rechtsruck macht mir echt Hoffnung.“
„Nach den Ereignissen im Bundestag haben sich viele Menschen entschlossen, der Partei Die Linke beizutreten. Die Zeit ist reif, ein starkes Zeichen gegen den Faschismus in unserem Land zu setzen und für eine gerechte, solidarische Gesellschaft einzutreten“, ergänzt Marlene Ottinger, Kreisrätin in Ebersberg.


