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Klima:Ebersberg denkt an die Folgen

Veranstaltung soll Auswirkungen des Klimawandels beleuchten

Welche Folgen die Klimaerwärmung für den Landkreis haben könnte und wie man darauf reagieren kann, soll Thema eines Infotages sein, den das Landratsamt noch in diesem Jahr veranstalten will. Unter dem Titel "Anpassung an Klimaveränderung" werden der Klimaschutzmanager des Landkreises, Hans Gröbmayr, sowie Experten zunächst die möglichen Auswirkungen der Erwärmung skizzieren. Auch wie andere Kommunen mit dem Thema verfahren soll vorgestellt werden. Ziel der Veranstaltung ist es, das weitere Vorgehen zu überlegen und eventuell eine "Klimafolgenanpassungsstrategie" für den Landkreis einzuleiten.

Die Idee für eine solche Veranstaltung hatte Gröbmayr bereits im Juni im Regionalbeirat vorgestellt. Daraufhin hatte die Kreistagsfraktion der Grünen beantragt, unbedingt die Kreisräte, zumindest aber die Mitglieder des Umwelt- sowie des Kreis- und Strategieausschusses dazu einzuladen, genauso wie Vertreter der Landkreisgemeinden. Außerdem, so Grünen-Fraktionssprecherin Waltraud Gruber und ihr Stellvertreter Benedikt Mayer, solle man sich informieren, welche fachliche und finanzielle Unterstützung des Umweltbundesamtes für den Landkreis möglich sind. "Wenn sich ein Handlungsbedarf für den Landkreis abzeichnet", soll als nächster Schritt ein Arbeitskreis "Klimafolgen" aus Mitgliedern des Kreistages und Mitarbeitern des Landratsamtes ins Leben gerufen werden. Dieser Arbeitskreis, so der Vorschlag, soll zusammen mit Vertretern der Gemeinden eine Anpassungsstrategie "zum Umgang mit den Folgen der Erwärmung des Klimas wie lange Trockenperioden, lange Hitzeperioden, Unwetter usw. zu entwickeln".

Beschlossen wurde zunächst allerdings nur der erste Teil des Antrages, also die Informationsveranstaltung zum Klimawandel im Landkreis. Darüber, dass diese nötig ist, gab es im Ausschuss wenig Zweifel, "damit man mal sieht, was alles passiert", so Martin Lechner (CSU). Sein Parteifreund Johann Riedl bezweifelte allerdings, dass dies aber an einem einzigen Abend darstellbar ist: "Ich glaube nicht, dass es einen Referenten gibt, der uns sagen kann, was alles im Landkreis passiert." Man müsse aufpassen, "dass uns die Leute hinterher nicht sagen: Es passiert ja gar nichts." Grundsätzlich könne man zu der Veranstaltung auch mehrere Experten einladen, meinte Gröbmayr, "aber dann sind wir bei einer längeren Veranstaltung". Franziska Hilger (CSU) schlug vor, man solle einfach vorstellen, was sich in den vergangenen Jahren bereits geändert habe, "das ist dann kein Glaskugelschauen, sondern das sind Fakten".

© SZ vom 06.10.2015 / wkb
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